Logbuch über die Jungfernfahrt der AIDAaura
vom 15.04. bis 25.04.2003
und der ersten Route danach

Momentaufnahmen der Probefahrt der AIDaaura

Leider bin ich dieses Mal nicht mit dabei, aber zwei treue Fans des www.aida-fantreff.de, Nicole und Burkart, haben sich bereit erklärt Euch Ihre Eindrücke während der einmaligen Jungfernfahrt und von der ersten Reise danach, zu schildern. Wenn alles klappt, werden sie mir regelmäßig Berichte und Fotos von Bord schicken, die ich Euch dann umgehend online stellen werde.
Es lohnt sich also, hier täglich vorbeizusehen !!!!!

Hier der Entwurf einer T-Shirtvorlage für die Jungfernfahrt. Vielen Dank, Martina!!

ZUM DOWNLOADEN DER VORLAGE IN ORIGINALGRÖßE BITTE  AUF DAS NACHSTEHENDE BILD KLICKEN UND DANN MIT DER RECHTEN MAUSTASTE AUF DAS ERSCHEINENDE BILD KLICKEN UND ABSPEICHERN !!

Hier nun die Route der Jungfernfahrt:  Hafen Ankunft Abfahrt
Di. 15.4. Hamburg 18:00
Mi 16. auf See    
Do. 17. Le Havre/Frankreich 10:00 20:00
Fr. 18. auf See    
Sa. 19. La Coruna/Spanien 08:00 18:00
So. 20. Lissabon/Portugal 16:00  
Mo. 21. Lissabon   14:00
Di. 22. Cadiz/Spanien 08:00 20:00
Mi. 23. auf See    
Do. 24. Alicante/Spanien 08:00 18:00
Fr. 25. Palma de Mallorca/Spanien  07:00  

 

05.04.2003
Nur noch 10 Tage – dann startet sie endlich, „unsere“ Jungfernfahrt der AIDAaura. Angemeldet hatten wir uns bereits Anfang Mai 2001. Wir kamen gerade von der Transatlantiktour mit der (heutigen) AIDAcara zurück, unserer ersten Kreuzfahrt. Und wir waren derartig begeistert, daß wir noch an dem Tag, an dem wir wieder in Deutschland waren, eigentlich die Jungfernfahrt der AIDAvita buchen wollten. Der freundliche Hinweis meines Reisebüros, daß wir zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Chance mehr auf eine Kabine hätten, führte schließlich zu zwei Reservierungen: für die Transatlantiktour im April 2002 – und eben jetzt zur Jungfernfahrt mit der AIDAaura.

Lange Zeit hörten wir nichts von der JFF, dabei warteten wir doch gespannt auf die Route – und noch gespannter auf den Termin, denn man muß sich ja mit Familie und Kollegen und den Kollegen der Familienmitglieder und den Familien der Kollegen usw. abstimmen. Im September 2002 gab es dann endlich erste Informationen: Die 14-tägige Jungfernfahrt sollte am 16. Mai 2003 in Hamburg starten und nach Kreta gehen, wobei die Route weitestgehend identisch sein sollte mit der JFF der AIDAvita. Mit dem Angebot von Seetours waren wir einverstanden, unsere Wunschkabine „B mit Sichtbehinderung“ bekamen wir auch, also wurde der Urlaub eingereicht und die Tour gebucht.

Wieder war eine Zeitlang nichts zu hören. Erst im Januar gab es die ersten Gerüchte, daß die JFF verschoben werden sollte. Ein Anruf meines Reisebüros brachte Klarheit: „Haben Sie am 15. April schon etwas vor?“. Tatsächlich, die JFF wurde um einen Monat nach vorne verschoben, weil die AIDAaura früher fertig werden sollte. Und sie wurde von 14 Tagen auf 10 Tage verkürzt und in Palma enden. Als Entschädigung soll jeder Teilnehmer ein Bordguthaben von € 150 erhalten. Alternativ konnte man kostenfrei umbuchen auf eine „normale“ Tour zum ursprünglichen Termin oder aber auch kostenfrei stornieren. Allerdings gab es tagelang keine schriftlichen Informationen, auch Seetours hat ihre Homepage keineswegs zeitnah geändert. Ein Jammer! Nicht nur, daß das Wetter rund um Westeuropa im April noch wesentlich kühler und unbeständiger ist als im Mai. Gerade die für uns interessantesten Häfen im Mittelmeer fielen damit weg. Und schade auch, daß unser „Haupturlaub“ nun nur noch 10 Tage dauern sollte. Nun schwankten wir zwischen den beiden Möglichkeiten, die JFF zu machen oder die Transmed mit einer anschließenden Aura Route. Gerade letztere wäre mit Ägypten und Beirut sehr attraktiv gewesen. Nach umfangreichem Überlegen haben wir uns dann doch für die JFF entschieden – nicht zuletzt, weil ein Irak-Krieg drohte. Aus heutiger Sicht war es wohl die richtige Entscheidung. Das größte Problem war aber, die bereits abgestimmten und genehmigten Urlaubstage zu verschieben. Nun findet die JFF während der Osterferien statt, und dann haben natürlich diejenigen Vorrang, die schulpflichtige Kinder haben. Und außerdem haben gerade diese Kollegen im allgemeinen auch schon sehr frühzeitig ihre Termine festgelegt und ihrerseits Reisen gebucht. Und wieder begann die Abstimmung mit der Familie und den Kollegen. An dieser Stelle ein dickes „Dankeschön“ an die Arbeitgeber, Chefs und Kollegen – es klappte nämlich, den Urlaub zu verschieben. Nun war uns nur noch die 10-tägige Tour zu kurz, also bemühten wir uns um die erster Mittelmeer-Starter-Reise, so daß wir insgesamt 17 Tage unterwegs sein wollten. Trotz allerlei Nervenkitzel war es endlich soweit: Es klappte tatsächlich, beide Touren zu buchen und auch die Kabine zu behalten. Uff!

Mittlerweile haben wir uns von all dem Durcheinander erholt und freuen uns auf die JFF. Nach dem holperigen Beginn kann es ja jetzt nur noch super werden! Die Reiseunterlagen sind auch schon knapp 4 Wochen vor der Abfahrt gekommen, und nun lesen wir eifrig Reiseführer, um schon mal vorweg die Ausflugsangebote besser beurteilen zu können. Noch 10 Tage...

15.04.2003
Nach kurzer Fahrt durch Hamburg (manche Gäste haben offenbar wegen des Hamburger Verkehrs für die ca. 20 km vom Flughafen zum Hafen 2 Stunden benötigt) liegt sie vor uns: die nagelneue AIDAaura. Neu – und doch irgendwie vertraut. Der Check-in beginnt tatsächlich erst um 16 Uhr, obwohl bereits viele Gäste anstehen mussten. Für uns neu ist das Foto, das als zusätzliche Sicherheit im Bordcomputer hinterlegt ist und aufgerufen wird, sobald man ein- oder auscheckt.
Unsere Kabine (B mit Sichtbehinderung) war zunächst etwas enttäuschend, weil man hinter dem Rettungsboot, das mit einer Plane abgedeckt ist, bis auf einen schmalen Streifen Himmel überhaupt nichts sehen kann. Eingerichtet ist sie in den Farben gelb, blau und orange. Für alle, die Wetten abgeschlossen haben: Die Badetücher sind weder grün-weiß noch rot-weiß, sondern wie auf der Vita gelb-weiß!

Eine Hamburger „Pankokenkapelle“ spielt Jazz. Pünktlich um 20 Uhr legen wir ab, mit Luftschlangen verabschieden wir uns von Hamburg und fahren in Richtung eines unglaublichen Sonnenuntergangs nach einem schönen und mit 23 Grad ziemlich warmem Tag. Überall stehen Menschen am Ufer und winken und fotografieren – Gänsehaut-Feeling! In Wedel werden wir schließlich am Schulauer Fährhaus trotz der späten Stunde mit „Auf Wiederseh`n“, guten Wünschen und der britischen Nationalhymne verabschiedet.

Um 21 Uhr beginnt die Sail-Away-Show. Das AIDA-Show-Ensemble tanzt zu Ravels Bolero und einen Can-Can, bevor die Laser-Show beginnt.

Wie verabredet treffen sich einige AIDA-Fantreff-Fans (leider nicht alle – wo ist Lea24??? Und wo Günter?) in der AIDA-Bar, um einen netten gemeinsamen Abend miteinander zu verbringen.

 

Wie schon bei der Jungfernfahrt der AIDAvita haben sich auch dieses Mal Zaungäste eingefunden, die das Auslaufen mitbekommen wollten.

Die Luftschlangenzeremonie als AIDAaura ablegte

Einige Fans des AIDA - Fantreffs auf dem Weg zur AIDA-Bar

16. April 2003
Strahlender Sonnenschein, leider etwas diesig – aber vom Wetter werden wir bislang verwöhnt! Wir haben nicht einmal Seegang, obwohl wir gerade im Ärmelkanal sind. Mit knapp 15 Knoten sind wir auch relativ langsam unterwegs. Es dauerte mehrere Stunden, bis wir einen Frachter überholt hatten.

Aber der Reihe nach: Nach einem (wie immer auf einer AIDA) üppigen Frühstück und der obligatorischen Rettungsübung um 10.20 Uhr meldete sich das schlechte Gewissen, und diesmal brachte es uns auf das Trimmfahrrad bzw. das Laufband am Fitnessfelsen. Wer mich kennt, weiß, was das bedeutet! Nachdem genau 192 Kalorien (sagte jedenfalls die schlaue Maschine) abtrainiert und noch ein paar Golfbälle in Löchern versenkt (und noch mehr irgendwo gelandet) waren, konnten diese Kalorien beim Mittagessen wieder aufgefüllt werden. Derweil begannen auch diverse Schnupperkurse, die in „richtige“ Kurse münden, z.B. Mentaltraining mit Frank Wilde (wie auch bei den TAs) oder Malen.

Nun war eigentlich der richtige Zeitpunkt für etwas Erholung, aber Yvette animierte uns zum Clubtanz-Training. Das war auch nötig, denn die Schritte für den El Tiburon waren längst in Vergessenheit geraten, und der neue Clubtanz „One Vision, One World“ von DJ Bobo musste auch noch gelernt werden. Eine schweißtreibende Angelegenheit, die nun endlich auf dem Pooldeck in der Sonne liegend bei einem guten Buch beendet werden sollte. Aber weit gefehlt: Anlässlich der JFF sucht die AIDA den Supergast! Klingt noch harmlos, aber der Sieger bekommt eine einwöchige AIDA - Reise im Mittelmeer für 2 Personen! Da ahnt man eigentlich schon, dass dafür allerlei getan werden muss! Eigentlich halten wir uns bei derartigen Aktivitäten gerne etwas zurück, aber nachdem verkündet wurde, dass es sich um ein Quiz mit AIDA - Fragen handeln würde, mussten wir natürlich teilnehmen. Schließlich sollten wir ja dank Heri´s Homepage durchaus auf dem laufenden sein, was die AIDA´s angeht – dachten wir. Was wir nicht wussten: Alle 24 Teilnehmer mussten sich zunächst vorstellen und begründen, warum gerade sie der Supergast sein sollten. Und jeder Kommentar wurde von einer vierköpfigen Jury wie im Original ziemlich durch die Mangel genommen. Eine Riesen-Gaudi, vor allem für das nichtteilnehmende Publikum, die allerdings reichlich lange dauerte – und mir einen heftigen Sonnenbrand im Gesicht bescherte, weil ich noch gar nicht auf 2 Stunden Sonne vorbereitet war. Und dann begann das Quiz mit insgesamt 20 Fragen, von denen 10 richtig zu beantworten waren. Gerade für „Frischlinge“ war das Quiz nicht gerade einfach. Bei Fragen wie „Nennt drei Kapitäne der AIDA´s“ (Z.B. Hess, Zausch, Dr. Hoppert) oder „Wie heißt die Klassifizierungsgesellschaft?“ (Germanischer Lloyd) oder „Womit wird die Windgeschwindigkeit gemessen?“ (Beaufort) oder „Zählt mindestens vier Ziele der AIDAcara in Asien im nächsten Winter auf“ (z.B. Bangkok, Phuket, Saigon, Singapur) oder „Wie heißen die drei Taufpaten der drei AIDA´s?“ (Cara: Christiane Herzog, Vita: Doris Schröder - Köpf, Aura: Heidi Klum) oder „Wie heißen die drei Flussschiffe der Arosa-Flotte?“ (Arosa Bella, Arosa Donna, Arosa Mia) kommt schon so mancher ins Grübeln. Das zeigte sich auch in den Ergebnissen, die in AIDA - TV bekannt gegeben wurden. Schon mit 7 richtigen Antworten war man eine Runde weiter, und wir sind mit 12 weiteren tatsächlich noch dabei. Die nächste Aufgabe lautet nun, ein vierstrophiges Gedicht à 4 Zeilen über ein vorgegebenes Motto zu schreiben und am nächsten Seetag vorzutragen. Was fällt einem schon zu „Heidi + Aura = wie schön“ ein? Das wird noch eine Menge Arbeit! Insgesamt soll es 4 Runden geben, die letzte wird mit drei Kandidaten am letzten Abend im Theater stattfinden.

Abends gab es dann die Welcome - Show im Theater unter der Leitung von Ninette. Super gemacht, auch und insbesondere die neue Lasershow mit den Delphinen! Anschließend in der Anytime - Bar fand die 70er-Jahre-Show statt, dazu gab es Bowle – oh là là...

 

Nicole, die Verfasserin des Logbuchs
Deutschland sucht den Superstar
AIDA sucht den "Supergast"

Momentaufnahme der neuen Laser - Show

die 70er - Jahre-Show in der Anytime - Bar

 

Donnerstag, 17.4.2003
Die Normandie ist erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein (leider ist es immer noch diesig) kommen wir in Le Havre an, begrüßt von einem Feuerlöschboot und später einem französischen „Mr.Wichtig“ (sorry, er sah nach Bürgermeister oder so aus) mit einem bombastischen Blumenstrauß. Es war übrigens ein Wunsch von Kapitän Heß, nicht zu einer Kanalinsel zu fahren, sondern nach Le Havre – er wollte sich mit seiner Familie treffen. Für uns stand zunächst eine kurze Stadtbesichtigung an. Außer den vielen blühenden Tulpen gibt es nicht viel zu sehen, architektonisch ist die Stadt nicht gerade ein Meisterwerk. Dann ging es mit dem Zug nach Rouen, einem hübschen mittelalterlichen Städtchen mit vielen Fachwerkbauten und gotischen Kirchen.

Zurück auf der AIDA konnte Burkart gerade noch am Volleyball teilnehmen. Beeindruckend wieder das Auslaufen mit “Sail Away“ (eigentlich „Orinoco Flow“ von Enya) und den vielen winkenden Menschen, im Hafen und am Strand. Unangenehmerweise hatten wir tausende blinder Passagiere dabei – überall auf hellen Flächen saßen kleine Fliegen, grrrr...

Das Abendessen stand unter dem Motto „Australien“ (z.B. mit Emu-Fleisch – sehr zart und sehr lecker) im Calypso-Restaurant bzw. „Käse“ (super lecker, aber ein atemberaubender Duft schon beim Reinkommen – wie jemand trocken bemerkte, als ob alle gleichzeitig die Schuhe ausgezogen haben!).

Extra für die JFF ist neben dem AIDA-Showensemble ein weiteres 11-köpfiges Gastensemble an Bord. Im Theater gab es die Show „Soul lives forever“ – der Funke sprang über! Klasse Stimmen!

In der Anytime Bar fand noch die Flirtparty statt – allerdings ohne uns, denn wir waren einfach platt von den Besichtigungen.

Mittlerweile befinden wir uns in der Biscaya, und zum ersten Mal merkt man, daß wir auf einem Schiff sind – es schaukelt nämlich, obwohl wir noch gar nicht so „richtigen“ Seegang haben.

Zum Abschluß noch zum Schiff selbst: Ich bin überrascht, wieviel hier funktioniert! Wirklich – denn davon kann man bei einer JFF ja nicht unbedingt ausgehen. Auch die Restaurant-/Bar-/Housekeeping-Crew hat sich als eingespieltes Team erwiesen, obwohl sie das gar nicht sein kann. Es klappt einfach – großes Kompliment! Eines ist bedauerlich: Es ist offenbar nicht möglich, einen zweiten Stuhl für unsere Kabine zu beschaffen, obwohl das laut Zeichnung vorgesehen und auch der Platz dafür da ist. Ein Stuhl für 2 Personen ist halt etwas wenig, aber vielleicht schaffen wir das ja noch irgendwie.

 

Feuerlöschboote vor dem Hafen von Le Havre
Notre Dame Notre Dame von innen
Lästige Mitreisende an Deck

 

Soulsänger im Theater

 

Freitag, 18.4.2003
Ausschlafen! Doch was ist das? Das Bett wackelt... Eigentlich haben laut Kapitän nur Windstärke 1 und Wellen bis 4 Metern (für die Biscaya harmlos), aber trotzdem ist das Meer aufgewühlt und hat den Schiffsärzten allerlei Arbeit beschert. Wir sind zum Glück verschont geblieben und konnten uns am Weltenbummler - Buffet bei Sekt am Pool laben. Dazu gab es ein Quiz, bei dem das Publikum pantomimisch Begriffe darstellen sollte, die von den Teilnehmern erraten werden sollten (z.B. Stierkampf, Koalabär, Regentanz - letzteres sollte noch Folgen haben, aber dazu morgen mehr).

Am Nachmittag fand ein weiteres Clubtanz-Training statt – diesmal sogar mit Line Dance (ähnlich Square Dance). Anschließend mussten die Kandidaten für ASDSG (= AIDA sucht den Supergast) ihre 4 x 4-zeiligen Gedichte vortragen. Interessant, was jeder so daraus gemacht hat. Auch wir haben unsere Auftritte überlebt, erfahren aber erst am Sonntag, ob wir eine Runde weiter sind. Diesmal stimmt das Publikum ab. Klasse: Wir haben sogar einen Fanclub! Er besteht aus den AIDA - Fantrefflern des 1. Abends, und die hatten die tolle Idee, uns mit einem selbstgemalten Plakat anzufeuern – das hilft schon mächtig, wenn man vor so vielen Menschen steht und sich eigentlich viel lieber irgendwo verkriechen möchte! Dickes Danke!!!

Nach dem Abendessen („türkisch“ oder „Fisch & Meer“) wurde im Theater die Zauberflöte vom AIDA - Showensemble aufgeführt, und schließlich ging es noch zu Roulette und Black Jack ins Casino. Bei letzterem wurde fast die Bank gesprengt – Helli hatte noch 50 Cent in der Kasse!

 

Fotos vom Regentanz auf AIDAaura
Die AIDA - Fantreffler feuern Nicole an
Bald hat sie es geschafft. ;-))
Hhhmmm, lecker. Brunch auf AIDAaura

 

Eine Aufführung der AIDA - Zauberflöte

 

Samstag, 19. April 2003
Gestern wurde der Regentanz pantomimisch dargestellt – und heute haben wir nun den Salat: Es gießt seit dem frühen Morgen, und das auch noch bei üppigen 11 Grad! Entsprechend trist sieht es dann natürlich auch in La Coruña aus, obwohl die Stadt mit ihren Glasveranden eigentlich ganz hübsch sein könnte.

Wir haben uns natürlich nicht von unserer Tour nach Santiago de Compostela abhalten lassen, die Tour COR06, bei der man Santiago 5 Stunden lang auf eigene Faust besichtigt. Leider hat uns unsere einheimische Reiseleiterin so gut wie nichts über Land und Leute erzählen können, es war ihre erste Tour, von der sie auch erst einen Tag zuvor erfahren hatte. Und auch der Busfahrer hatte sein Vehikel nicht so richtig im Griff. Auch nach viertelstündiger Schaltprobe an sämtlichen Schaltern konnte er es nicht vermeiden, die Gäste vorne bei eingestellten 26 Grad schwitzen und diejenigen hinten ziemlich frieren zu lassen. Die Verwechslung von Vorwärts- und Rückwärtsgang kann ja mal vorkommen, aber seine Reaktion (oder besser: Nicht-Reaktion) auf rote Ampeln war für deutsche Gemüter schon etwas gewöhnungsbedürftig. Nun ja, wir sind heil hin und wieder zurückgekommen. Die Stadt Santiago selbst besteht in der Altstadt aus zahllosen historischen Gebäuden, allen voran natürlich die Kathedrale. Sie ist das Ziel des Jakobswegs, und gerade heute am Ostersamstag sind viele Pilger angekommen.

Reichlich durchnässt sind wir schließlich wieder auf der Aura angekommen – irgendwann gibt halt auch die beste Regenjacke auf. Aber in der Sauna kann man sich ja wunderbar wieder aufwärmen und dabei auch den Torre de Hercules sehen, den mit rund 1800 Jahren ältesten (heute noch funktionierenden) Leuchtturm der Welt.

Das Gast-Ensemble gab im Theater eine tolle 80er-Jahre-Show. Und mit Musik auf dem Jahrzehnt geht es nun auch in der AIDA - Bar weiter – Modern Talking lässt grüßen!


 

Sonntag, 20. April 2003 – Ostersonntag
Passend zum Tag kam heute früh die Sonne wieder hervor – so gehört sich das! Auch das Frühstück im Marktrestaurant war ein besonderes Vergnügen mit Sekt und vielen Osterhasen und Ostereiern. Die Kinder vom Kids Club hatten Eier bemalt, und die wurden als Dekoration im Marktrestaurant verwendet – nette Idee!

Ein Knaller war der Osterbrunch, der wegen der noch kühlen Temperaturen in der AIDA-Bar aufgebaut wurde. Es gab verschiedene Sektspezialitäten (z.B. Kir Royal) und ein unglaublich liebevoll errichtetes Buffet. Zu schade, daß die Gäste derart darüber herfielen, so daß nach kurzer Zeit nichts mehr davon zu sehen war. Auf dem Buffet waren viele Spezialitäten, Sushi, Garnelen-Pasteten und sogar Austern. Mutig haben wir auch die probiert (zum ersten Mal!) – die Bilder sprechen wohl für sich! Für die Welt der Schönen und Reichen sind wir offenbar nicht geeignet – schade eigentlich! ;-)

Beeindruckend war die Einfahrt nach Lissabon. Schon aus der Entfernung sind das Entdeckerdenkmal und das Torre de Belem auszumachen, vor allem aber die der Golden Gate Bridge nachempfundene Brücke des 25. April, unter der wir hindurch gefahren sind (sooo viel Platz war da nicht, weil wir Flut hatten). Das Geräusch, das die Autos dabei auf dem Gitterrost (die Fahrbahn ist nicht asphaltiert) verursachten, werden wir wohl nicht vergessen. Angelegt haben wir schließlich hinter der Seaburn Legend, das gegenüber der AIDAaura wie eine kleine Nussschale aussah. Dafür trug die Crew dort weiße Handschuhe – grins! Wer`s  mag...

Auf eigene Faust haben wir uns Lissabon angesehen, zunächst den Fahrstuhl Santa Justa, von dessen Dachgeschoss man einen sehr schönen Blick über Lissabon hat, anschließend mit der historischen (und unglaublich ruckeligen) Straßenbahn Linie 28 durch die gesamte Stadt gefahren. Leider ist der Anleger nicht durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar – allein der Fußweg von der nächsten Straßenbahn-Haltestelle bis zum Schiff dauerte eine halbe Stunde. Schön wäre ein Shuttle gewesen...

Auf dem Pooldeck fand abends die Wild-Wild-West-Show statt, mit Western- und Country - Musik. Prima Stimmung, aber wenn die Füße doch schon vom Herumlaufen in Lissabon so weh tun...

Nun ist es passiert: Wir sind beide aus dem Supergast-Wettbewerb herausgeflogen. Schade, keine Reise gewonnen. Na ja, vielleicht hätten wir mehr Werbung für uns machen sollen, was uns beiden nicht liegt. Dabei hätte sich Seetours doch über unsere Gedichte sehr freuen können. Egal, nun haben wir endlich Ruhe, müssen am letzten Abend aber noch gemeinsam mit den anderen Teilnehmern ein Lied singen. Oh je, das ist nun nicht gerade unsere Stärke, aber das stehen wir nun auch noch durch.

Einen Stuhl für unsere Kabine – wie im Katalog eingezeichnet – haben wir immer noch nicht bekommen. Wie uns mitgeteilt wurde (auf 4. Nachfrage!), ist da wohl ein Fehler bei der Zeichnung der Kabine im Katalog unterlaufen, denn auf den Architektenplänen gäbe es gar keinen Stuhl. Ich lasse das mal unkommentiert...

PS (von Burkart):

Die angesetzte Lasershow um 23:30 Uhr fiel leider aus bzw. wurde verschoben, weil nur ein Laser ging. Na ja, eine hatten wir ja auch schon.

Ein Ostergruß von der Osterhasine und Hermine,
meinem reiseerfahrenen Schaf.
Der Austern-Test
Einfahrt nach Lissabon
Fotos aus Lissabon

 

Montag, 21. April 2003
Der zweite Tag in Lissabon. Frühes Aufstehen ist angesagt, wenn man noch etwas von der Stadt sehen will. Heute gab es einen kostenlosen Bus-Shuttle bis in die City – die Taxifahrer probierten trotzdem, zu horrenden Preisen ihre Fahrten anzubieten.

Wir sind mit der Straßenbahn zur Burg San Jorge hinaufgefahren, von oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt – und die AIDAaura. Anschließend haben wir versucht, ein Postamt zu finden, weil das wohl der einzige Ort ist, an dem Briefmarken verkauft werden. Gar nicht so einfach in dieser Stadt, wenn man die Sprache nicht spricht. Schließlich haben wir uns noch mit der Straßenbahn auf den Weg nach Belem gemacht, dem Lissaboner Vorort, in dem das Entdeckerdenkmal steht. Dann wurde es aber auch schon höchste Eisenbahn, um zum Schiff zurückzukehren. Da Taschen und Personen im Hafengebäude durchsucht wurden, dauerte das so seine Zeit. Kurz vor „alle Mann an Bord“ fehlten noch 350 Gäste... Trotzdem konnten wir fast pünktlich ablegen.

Der Abend steht unter dem Motto „Stars, Sternchen, VIPs“. Das Gast-Ensemble brachte mit „Legends in Concert“ eine hervorragende Show (Corny Littmann sollte zufrieden sein – er ist auch an Bord!). So sangen anlässlich der Jungfernfahrt beispielsweise Stevie Wonder, Aretha Franklin, Elton John, Boy George und Michael Jackson – einfach genial.

Weiter geht es nun im Nobleclub – um angemessene Garderobe wird gebeten! Das Kleine Schwarze und die Krawatte sollten es schon sein.

 

Weitere Impressionen von Lissabon am 2. Tag

 

"Legends in Concert"

 

Dienstag, 22. April 2003
Cadiz – der südlichste Hafen unserer Tour. Aber was ist das??? Ich dachte, das Thema „Regen“ wäre jetzt erledigt, aber weit gefehlt: Es gießt! Ausgerechnet heute, wo wir doch so früh aufgestanden sind, um unseren Ausflug nach Gibraltar anzugehen. Schade, die Fahrt durch Andalusien und schließlich auch der Felsen von Gibraltar – alles im Regen verschwunden. Lediglich die Windmühlen von Tarifa (mindestens 200 haben wir gesehen, es gibt sicher noch mehr – die Gegend ist die windreichste auf der Welt!) drehen sich. Auch die Affen von Gibraltar machten ein reichlich frustriertes Gesicht, das sich erst nach Burkarts Osterei wieder aufhellte. Für das Shoppen in der Duty - Free - Zone blieb leider nur noch eine halbe Stunde Zeit, bevor wir wieder Richtung Schiff fuhren. Unvergesslich bleiben einerseits die heftige Pass- und Zollkontrolle bei der Ausreise von Gibraltar, andererseits unser Reiseleiter Pedro, der in Deutschland studiert hat und uns mit unglaublich vielen Informationen versorgen konnte, zumal er sich in beiden Kulturkreisen bestens auskannte. Er war mit Abstand der beste Reiseleiter, den wir jemals bei unseren vielen Reisen hatten.

Zurück an Bord gab es ein oberleckeres asiatisches Buffet. Bei der anschließenden Show der „Buddhas“, einer hervorragenden Hamburger A - Capella - Gruppe, lichteten sich schnell die Reihen: Inzwischen haben wir den heftigsten Seegang unserer bisherigen Reise. Selbst Kapitän Hess hatte seine Mühe, auf der Bühne zu stehen. Entsprechend leer ist es auch in der Anytime - Bar, in der die „Black&White-Party“ steigt. Die Musik entspricht allerdings überhaupt nicht meinem Geschmack („gerappter Lärm“), so dass ich mich doch mal früher verziehe. Irgendwann muss man sich ja auch mal Erholung gönnen...

die Windmühlen von Tarifa
die Affen von Gibraltar

Show der „Buddhas“, einer hervorragenden Hamburger A - Capella - Gruppe

 

Mittwoch, 23. April 2003
Seetag – das heißt zum einen Ausschlafen (auch wenn wir damit Gibraltar und die Einfahrt in das Mittelmeer verpasst haben), zum anderen Waschtag. Klingt etwas merkwürdig, aber hier sind die Sachen schneller schmutzig als wieder sauber, und schließlich haben wir ja auch gerade erst Halbzeit (die meisten bedauern heute schon, dass übermorgen ihre Tour zu Ende ist – und sind neidisch auf uns – was tut das gut!). Das Wetter hat sich auch passend entwickelt, Sonne und ca. 22 Grad, kein Seegang. Das Pool-Deck war natürlich propenvoll, Plätze in der Sonne sehr begehrt.

Wir als Teilnehmer von „AIDA sucht den Supergast“ mussten noch an einer Probe teilnehmen. Morgen vor der Farewell - Show sollen alle 14 Endrunden-Teilnehmer singen (nach „Waterloo“ von ABBA mit einem speziellen AIDA - Text, den wir den ganzen Tag und die Nacht versucht (!) haben zu lernen) und tanzen (Choreographie nicht gerade einfach für Laien wie uns) – das gibt morgen bestimmt eine ziemliche Blamage vor 1000 Zuschauern. Na ja, da müssen wir durch. Übrigens sind wir bereits mehrfach von anderen Gästen angesprochen worden, die sich über die Bewertung und damit dem Ausscheiden oder Weiterkommen reichlich gewundert haben. Bei ihnen ist der Eindruck entstanden, dass in irgendeiner Weise gesteuert wird – von wem auch immer. Lassen wir das mal so im Raume stehen – und nehmen`s sportlich: Dabei sein war alles! Zumindest sind wir um eine Erfahrung reicher, aber auch um eine AIDA - Kappe, einen AIDA - Schlüsselanhänger und eine Flasche AIDA - Sekt.

Im Theater gab es eine Show, die anlässlich des 5. Geburtstags der Cara aufgeführt wurde: One World. Eine Multimedia-Show mit Tanz und Gesang, aber auch Videos und Lasershow.

Highlight des heutigen Tages war die Poolparty, an der auch die Crew teilgenommen und für eine Super-Stimmung (insbesondere die asiatischen Mitarbeiter) gesorgt hat. Dazu gehörte eine zusätzliche Show des Ensembles – und vor allem das gigantische Feuerwerk! Das war wirklich gelungen – ein Erlebnis, gerade bei sternklarer Nacht und völliger Dunkelheit, denn ein Feuerwerk an Land ist immer durch Straßenlampen und sonstiger Beleuchtung beeinträchtigt. Jetzt (um 1:50 Uhr) wird immer noch am Pool getanzt, klasse Stimmung heute. 

 

Abschluss-Poolparty auf AIDAaura
Abschlussfeuerwerk von Bord aus
Abschlussshow im Theater

 

Donnerstag, 24. April 2003
Alicante ist erreicht, und das bei bestem Wetter von ca. 23 Grad. Mit einer Bimmelbahn sind wir vom Hafen bis in das Zentrum gefahren worden, bevor wir die Burg besichtigt haben, die hoch über Alicante thront. Zugegebenermaßen mit dem Fahrstuhl, der mitten durch den Berg führt. Von oben hatten wir eine phantastische Aussicht auf die Stadt, den Hafen und natürlich „unsere“ AIDAaura. Der anschließende Bummel durch die sehenswerte Altstadt war allerdings etwas frustrierend, weil es an jeder Ecke eine Baustelle mit mindestens einem LKW mit laufendem Motor gab. Auch die Explanada, eine mit Marmor-Mosaiken ausgelegte Flaniermeile, ist leider nicht so schön wie erhofft: Direkt nebenan verläuft eine zweispurige stark befahrene Straße.

Zurück an Bord fand die Ehrung der Sieger aus den Wettbewerben im Tischtennis, Darts, Volleyball und Shuffle-Board, auch Burkart bekam für seinen Mannschafts-Sieg im Volleyball eine Urkunde.

Und dann begann das kulinarische Highlight der Reise – für die meisten vom Aida-Fantreff gemeinsam: Hummer, pochierter Lachs, Rinderfilet – einfach alles, was oberlecker ist. Und für uns das schönste: Es ist ja eben nicht unser letzter Abend. Es gibt wohl nur 48 Durchfahrer – und wir sind dabei!

Allerdings mussten wir relativ früh unser Mahl beenden, denn wir mussten zu Generalprobe unseres Tanz- und Gesangauftritts (siehe gestern). Unser tatsächlicher Auftritt klappte ganz gut, wie uns die Zuschauer erzählten – man selbst kriegt es ja nicht so richtig mit. Die drei Finalisten mussten übrigens jeweils einen Titel singen, den sie selbst wählen konnten. Die Reise gewonnen hat erwartungsgemäß ein knapp 14-jähriges Mädchen – über die Wahl gab es später auch wieder Debatten. Aber was ist schon gerecht... Klasse war Corny Littmann (falls ihn jemand nicht kennen sollte: Schmidt`s Theater und Schmidt`s Tivoli in Hamburg, außerdem Präsident des 1. FC St. Pauli) in der Jury. Seine Kommentare waren einfach, aber treffend, z.B. zu einer Kandidatin nach deren Lied „Die Frau hat einen anständigen Beruf, den sollte sie auch behalten!“

Die anschließende Poolparty fiel nur relativ kurz aus. Für viele stand nun das Kofferpacken auf dem Programm, zudem war es relativ kühl, manche hat auch eine Erkältung erwischt (mich leider auch, aber dafür habe ich ja jetzt keine Zeit!). Bei den vielen Abreisenden ist die Stimmung doch ein wenig gedrückt – was ja nur verständlich ist. Resumé bei einigen: Schöne Tour. Und da ja bekannt ist, wie enttäuscht offenbar viele nach der JFF der AIDAvita waren, hatte man diesmal die Erwartungen von vornherein heruntergeschraubt. Was gar nicht nötig war, denn mit einmaligen Showeinlagen oder auch dem Feuerwerk gestern Abend gab es doch beeindruckende Überraschungen. Und immer wieder wurde hervorgehoben, dass doch erstaunlich wenig noch nicht klappt. Eine klasse Leistung.

Farewell - Show Corny Littman in der Jury zu " AIDA sucht den Supergast"
Na.., findet Ihr die AIDAaura ? ( hinten links )

 

Die AIDA - Fantreffler an Ihrem Stammtisch

 

Freitag, 25. April 2003
Das Ende der Jungfernfahrt – zumindest für fast alle an Bord. Für uns zum Glück nicht! Schon beim Frühstück sah es merkwürdig leer aus, und die wenigen noch verbliebenen zogen lange Gesichter. Ein merkwürdiges Gefühl! Wir haben uns ein Auto gemietet und fuhren mit AIDA - Fantreff-Freunden nach Paguera, die dort einen Freund besuchen wollen (herzliche Grüße an Anja und Claus!). Das Mittagessen nahmen wir an Bord ein – bei nur 48 Durchfahrern wurde es uns im Maritime Restaurant serviert (Gemischter Salatteller mit Kräutervinaigrette – Weißes Tomatensüppchen mit Basilikumstreifen -  Medaillons vom Schweinefilet mit Rahmchampignons, frischen Bohnen und Kartoffelzapfen oder Filet vom Wolfsbarsch auf Dillschaumsauce zu lauwarmen Radieschen mit tournierten Kartoffeln – Eisvariation mit warmer Kirschsauce). Es ist ein sehr eigenartiges Gefühl, auf die AIDAaura zu kommen, ohne dass die Gäste da sind – gefällt uns nicht so richtig.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Soller, um mit der Straßenbahn nach Port de Soller zu fahren. Nach einem Einkauf in einem Riesen-Einkaufszentrum und der langwierigen Suche nach einer Tankstelle kamen wir auf den letzten Drücker zum Buchen der Ausflüge und zum Abendessen in das Marktrestaurant. Zum Auslaufen stehen wir auf dem Pooldeck, auf dem die Welcome - Show stattfindet. Auch sehr eigenartig: Wir werden begrüßt, ohne dass wir neu angekommen sind. Das hatten wir auf unseren TA-Touren noch nicht. Es gab die Laser-Show, danach Pool-Party. Leider ist es nicht so richtig warm , am Abend bezog sich der Himmel, aber es war immer noch klar.

Nun nehmen wir Kurs auf Korsika.

Poolparty ist angesagt

Die Bahn von Soller





Lecker Nachtisch


AIDAaura im Hafen von Palma. Im Hintergrund die Kathedrale

 

Samstag, 26.4.2003
Ein Seetag zum Ausruhen – das war auch mal wieder dringend nötig! Klar, an der Seenotrettungsübung mussten wir natürlich teilnehmen, und den Welcome - Sekt beim Frühschoppen konnten wir auch nicht stehen lassen, aber ansonsten stand einfach nur Ausruhen auf dem Programm. Anstrengende Tage stehen ja vor uns. Das Wetter spielte auch recht gut mit, ab und zu zeigte sich die Sonne, und dann herrschte höchste Sonnenbrandgefahr. Am späten Nachmittag wurde es bedeckter und kühler, aber dafür gibt es ja die Saunen.

Es wiederholt sich inzwischen vieles, von der Poolspielen über das Essen bis zur Show im Theater – den heutigen Tag hatten wir schon einmal.

Zur Zeit sind ca. 870 Passagiere an Bord – man merkt es überall. Um 11 Uhr gab es noch Liegen in der Sonne, sensationell! Das Publikum ist internationaler geworden, am Frühstückstisch sprach man russisch, und im Fahrtstuhl traf man auf Spanier. Außerdem sind sehr viele von der Presse an Bord. Ein Gast bemerkte, dass Seetours offenbar diese Tour voll bekommen wollte, notfalls über das Ausland, damit die deutschen Preise nicht kaputt gemacht werden. Falls dem wirklich so sein sollte, kann man nur hoffen, dass dieser Schuss nicht nach hinten los geht – mit der Mischung des Publikums steht und fällt der Kult um die AIDA´s. Jedenfalls vermissen wir unsere AIDA - Fantreff - Jungfernfahrer – wir hoffen, Ihr seid alle gut nach Hause gekommen!

Über den Bord-Shop habe ich mich heute ziemlich geärgert. Was letzte Woche abgesprochen war, galt offenbar nicht mehr. Und ich habe nun das Nachsehen. Auch die mehrfache Entschuldigung ändert daran nichts, und auch wenn Fehler menschlich sind – ich bin stinkesauer!

Zur Aufheiterung gönnten wir uns noch einen Cocktail in der Maritime Bar auf Deck 7. Die schönste Bar an Bord, direkt am Heck mit der schönsten Aussicht.

Julia, hier noch eine Antwort für Dich: Laut Kapitän Hess (den ich vorhin gnadenlos mit dieser Frage belästigt habe) hat die Reihenfolge der Flaggen keinerlei Bedeutung – es handelt sich lediglich um Dekoration ohne irgendwelche Hintergründe.

 

Seenotrettungsübung. So werden Kleinkinder gesichert
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Burkart "malocht" für den AIDA-Fantreff !!
DANKE !!!! Burkart!!!

Die Welcome - Show

 

Sonntag, 27. April 2003
Korsika ist erreicht! Das schöne Hafenstädtchen Ajaccio besichtigen wir am Vormittag zu Fuß, am Nachmittag nehmen wir am Ausflug „Korsische Impressionen“ teil. Leider können wir in der wenigen Zeit nur einen sehr kleinen Teil Korsikas sehen – von hier hätte ich gerne noch mehr Eindrücke mitgenommen.

Mittlerweile wird deutlich, dass ziemlich viele Russen und auch Spanier an Bord sind. Internationalität ist ja grundsätzlich zu begrüßen, die Crew stammt aus 16 Nationen, aber es gibt auch Probleme: Bei unserem Ausflug war eine russische Großfamilie mit Kind und Kegel dabei. Klar, Drängeleien und Rücksichtslosigkeiten gibt es auch bei Deutschen, das hat nichts mit der Nationalität zu tun. Aber diese Familie verstand natürlich wenig von den deutschen Erläuterungen unserer französischen Reiseleiterin. Und natürlich nutzten sie die Zeit, um sich zu unterhalten. Leider hatten wir dadurch Schwierigkeiten, die Erläuterungen der Reiseleiterin zu verstehen. Damit war keinem gedient. Vielleicht sollte künftig mehr Rücksicht auf die einzelnen Nationalitäten genommen werden, wenn denn die Philosophie von Seetours so bleibt.

An Bord werden zur Zeit auch die Fotos für den nächsten Katalog gemacht. Dafür sind offenbar allerlei professionelle Darsteller an Bord. Irgendwie setzt sich der Eindruck fest, dass wir zu den wenigen gehören, die für die Reise den normalen Reisepreis bezahlt haben – ein merkwürdiges Gefühl. Was aber nett ist: Das Personal kennt uns inzwischen – und auch unsere Vorlieben! Im Marktrestaurant bekamen wir heute einen perfekt gedeckten Tisch mit ausreichend Rotwein und Wasser.

Im Theater gab es „Musik ist Trumpf“. Gestern wurden Stimmzettel mit 45 Titeln verteilt, für einen sollte man sich entscheiden. Heute wurden nun während der Show die 11 Zettel gezogen, deren Titel vom AIDA – Show - Ensemble vorgetragen wurde. Der Ausfüller des Musikwunsches erhielt eine Flasche Sekt – dekorativ verpackt im blauen Beutel (Für Nicht-Eingeweihte: Diese blauen Papierbeutel hängen bei Seegang in den Treppenhäusern und sind nach Gebrauch luftdicht verschließbar!). Die Titel stammten aus dem Bereich der deutschen Schlager, z.B. „Moskau“, „Wenn die Rosen erblühen in Malaga“ usw. Und mit Schlagern geht es nun in der AIDA - Bar auch weiter, die Stimmung ist klasse. Zur Zeit fahren wir durch die Straße von Bonifacio, das ist die Meerenge zwischen Korsika und Sardinien. Da wir morgen in Rom einen anstrengenden Tag vor uns haben werden, ist ausnahmsweise mal frühzeitige Bettruhe angesagt.

 

 


 

 

 

Montag, 28. April 2003
Rom, die ewige Stadt, lockt – und das nicht nur uns, sondern fast alle Passagiere an Bord. Wir wären zwar gerne auf eigene Faust mit dem Zug nach Rom gefahren, was schneller, flexibler und erheblich günstiger als eine AIDA - Tour gewesen wäre, haben uns aber für die offizielle Tour entschieden mit 6 Stunden Aufenthalt in Rom, weil es einfach sicherer war. Streiks, technische Probleme usw. würden einen reichlich teueren Flug nach Cannes nach sich ziehen...

Am Petersplatz stiegen wir aus, der Petersdom ist als größte Kirche der Welt schon recht beeindruckend, auch der Prunk. Mit der Metro (noch mehr Graffity als bei uns in Hamburg, hier sind sogar die Fensterscheiben bemalt - scheußlich!) haben wir das Kolosseum aufgesucht, allerdings nur von außen. Weiter ging es zu Fuß am Forum Romanum vorbei zum Vaterlandsdenkmal (Vittorio Emanuelle). Dann standen noch der Trevi - Brunnen und die Spanische Treppe auf dem Programm, bevor wir abschließend die Piazza del Populo besuchten. Auf letzten Drücker (wie auch sonst???) erreichten wir den Treffpunkt auf dem Petersplatz, um wieder zurück zum Schiff zu fahren. In der dichtbesetzten Metro versuchte übrigens noch jemand, Burkarts Kamera aus seiner geschlossenen (!) Tasche zu stehlen. Zum Glück hat er das bemerkt, so dass wir auch in den letzten Tagen unserer Reise noch Fotos liefern können. Dieser Mistkerl...

Hier in Civitavecchia sollte anlässlich des Feiertages zu Ehren von Santa Fermina (Schutzheilige von Citivitavecchia) der Hafen gesperrt sein. Tatsächlich mußte unser Bus bereits im Einfahrtsbereich des Hafens halten. Dickes Kompliment an die hervorragende Organisation im Hafen: An der Ausstiegsstelle der Busse wurden wir mit Eistee begrüßt, bevor wir mit Tenderbooten zum Schiff zurück gebracht wurden, was uns den längeren Fußmarsch durch den Hafen ersparte. So bekamen wir endlich mal ein Rettungsboot von innen zu sehen. Klasse, auch wenn mancher den Seegang auf dem Tenderboot verflucht hat.

Die Prozession selbst war übrigens recht beeindruckend. Ca. 30 Schiffe, Schiffchen und Boote fuhren langsam und laut tutend in den Hafen ein, auf dem ersten eine geschmückte Statue, überall jede Menge Menschen.

Am Abend war trotz der inzwischen frischen Temperaturen Poolparty unter dem Motto „Wild Wild West“ angesagt. Kannten wir schon von der JFF. Wunderschön hingegen ist zur Zeit die Vorbeifahrt an der Insel Montechristo (ich dachte bislang, die gäbe es gar nicht – sondern nur den Grafen...), später werden wir zwischen Korsika und Elba hindurchfahren.

 

Der Petersdom Die Metro
Das Kollosseum Die spanische Treppe
Schiffsprozession

 

Burkart wirft eine Münze in den Trev-Brunnen

 

Dienstag, 29. April 2003
Um 10 Uhr erreichten wir Cannes. In den viel zu kleinen Hafen können wir nicht einfahren, also liegt die AIDAaura recht weit draußen auf Reede, getendert wurde mit den Rettungsbooten. Eine ziemlich schaukelige Angelegenheit, auch das Ein- und Aussteigen, wenn das Boot plötzlich einen halben Meter tiefer liegt als die AIDAaura.

Wir hatten uns für den Ausflug „Nizza und Monaco auf eigene Faust“ entschieden. Mit dem Bus fuhren wir die Côte d`Azur entlang, zuerst durch Cannes selbst mit den alten Luxushotels und dem Kongressgebäude, in dem jährlich die Filmfestspiele stattfinden, dann weiter in das noch mondänere Nizza mit dem Blumenmarkt und den vielen altehrwürdigen Gebäuden. Die zwei Stunden Aufenthalt waren viel zu knapp, um sich die Stadt genauer anzusehen. Schließlich erreichten wir Monaco, und hier hatten wir leider nur 1,5 Stunden freie Zeit. Die nutzten wir, um uns das weltberühmte Casino anzusehen – auch von innen. Beim Roulette habe ich 5 Euro (Burkart sogar 10 Euro!) gewonnen – und danach sofort aufgehört, sonst wäre der Gewinn mit Sicherheit wieder weg gewesen. Bei 10 Euro Eintritt zwar immer noch ein Minusgeschäft, aber ein Erlebnis war es allemal, zumal die historischen Räume sehenswert sind. Im übrigen bereitet sich Monaco bereits auf das Formel-1-Rennen Ende Mai vor, die ersten Tribünen wurden am Hafen aufgestellt. Es ist mir allerdings schleierhaft, wie die Rennwagen mit entsprechendem Tempo durch diese engen Straßen passen, im Fernsehen sieht es ja noch relativ harmlos aus. Imposant auch jetzt schon die Yachten im Hafen, in Monaco wohnt halt das Geld – steuerfrei, versteht sich!

Abends gab es die bislang beste Show an Bord: Rudi, der fliegende Holländer. Sehr frei nach Richard Wagner wurde die Oper in die Gegenwart versetzt, die Rollen um Frau Antje, Königin Beatrix und Linda de Mol erweitert. Super gemacht!

Zum Abschluss gab es noch eine Karaoke-Show, für die die Teilnehmer bereits mittags geprobt hatten. Schade, zu der Zeit waren ja viele auf Ausflügen – so etwas sollte man lieber an Seetagen machen. Deshalb wurde die geringe Teilnehmerzahl durch die Crew ergänzt. Auf jeden Fall war es lustig – eine Karriere als Sänger wird wohl keiner machen...

 

Der Hafen von Manoco Casino in Monaco
Canne Promenade in Nizza
Die Show "Der fliegende Holländer"

 

Karaoke

 

Mittwoch, 30.4.2003
Endlich mal wieder ausschlafen – irgendwie ist es doch reichlich anstrengend hier, man könnte ja irgendetwas sonst versäumen...

Leider ist das Wetter nicht so wie erhofft: unangenehmer feuchter Nebel, natürlich überhaupt keine Sicht. Auch die Einfahrt nach Barcelona ist dadurch etwas beeinträchtigt, obwohl es langsam besser wurde. Dennoch beeindruckend, unter der Klapp-Brücke, die für uns geöffnet wurde, in den Hafen einzulaufen. Die AIDAaura liegt direkt neben dem World Trade Center und damit absolut zentral, um zu Fuß die Stadt erkunden zu können. Das haben wir auch getan, die Ramblas hinauf bis zum riesigen Placa Catalunya, anschließend Besichtigung der Kathedrale und kreuz und quer durch das Gotische Viertel – bis die Schuhe qualmten (mittlerweile schien die Sonne!)

Am Abend wurde im Theater der „Grand Prix de la Chanson“ auf die Schippe genommen – klasse gemacht mit Teilnehmer-Ländern wie Bayern und Mallorca (übrigens hat Sachsen gewonnen!).

Für morgen steht eine Stadtrundfahrt mit den gelben Doppeldecker-Bussen auf dem Programm. Es gibt 20 Stops, an jedem kann man aussteigen und mit dem nächsten Bus weiterfahren. Ohne Stops dauert es fast 3 Stunden, kostet 16 Euro pro Person – eine echte Alternative zu den „offiziellen“ Touren, zumal ein Stop direkt hier im Hafen ist.

Abends wird es das Farewell - Dinner geben und die Show, aber das kennen wir ja schon von der letzten Woche. Diesmal steht nun für uns das leidige Kofferpacken an (stöhn!), deshalb ist dies unsere letzte Meldung von Bord. Ein Abschluss - Bericht kommt dann noch von unserem „Home - Office“.

 

La Rambla

 

 

 

Die Auswertung des AIDA - Grand Prix

 

Hier nun der schon lang ersehnte Abschlussbericht von Nicole und Burkart:

Donnerstag, 8. Mai 2003

Der Alltag hat uns wieder! Noch nicht so ganz, aber doch viel zu viel. Nun ist der richtige Zeitpunkt, um einen Rückblick mit dem Gesamteindruck zu wagen:

Um es gleich vorweg zu nehmen (und daran ändert auch die nachfolgende Kritik nichts!): Es war eine wunderbare Reise auf einem wunderbaren Schiff! Wir hatten keine besonders hohen Erwartungen an die Jungfernfahrt (insbesondere nach der Kritik an der JFF der AIDAvita), und so konnten wir eigentlich auch nur positiv überrascht werden – was auch geschah. Wider Erwarten funktionierte so gut wie alles, und auch die Crew erwies sich als eingespieltes Team. Kompliment!

Die erste Überraschung fanden wir bereits beim Betreten der Kabine: Jeder JFF - Teilnehmer erhielt ein spezielles AIDAaura - Ritzenhoff - Sektglas, eine Rarität für Sammler (Nebenbei bemerkt: Die ersten Gläser werden schon bei ebay angeboten!). Ein schönes Andenken – hoffen wir nur, dass alle ihre Gläser trotz übervoller Koffer heil nach Hause bekommen haben.

Ein besonderes Erlebnis war das Feuerwerk an Bord. Da man im Gegensatz zum Land keine störenden Straßenlampen oder sonstige Lichtquellen hatte, war es ein doppelter Genuss. Toll gemacht, tolle Stimmung – da rollte auch schon mal ein Tränchen aus dem einen oder anderen Auge.

Der einmalige Wettbewerb „AIDA sucht den Supergast“ hat sich als großer Erfolg herausgestellt, der auch die Gäste zusammengebracht hat. Mit dem ersten Preis, eine Woche AIDA für zwei Personen, zeigte sich die Reederei ja auch recht großzügig. Unschön war eigentlich nur, dass die Diskussionen um eine gerechte (was auch immer „gerecht“ sein mag) Beurteilung nicht aufhören wollten. Bereits in den Vorrunden war nach Meinung einiger Gäste deutlich zu spüren, wen die Crew bevorzugte. Und in der Endrunde durfte eine Teilnehmerin ein von ihr frei ausgesuchtes Lied a - capella singen (sie hatte bereits seit vielen Jahren Gesangsunterricht und selbstverständlich die schönste Stimme), während sich die anderen beiden Teilnehmerinnen ungeübt, aber tapfer mit Liedtexten (die sie erst einen Tag zuvor ausgewählt hatten) zu Musik vom Band herumschlugen (sie konnten nicht einmal mit Musik proben). Nun ja, es war eine Gaudi für die Gäste, aber es blieb ein Nachgeschmack.

Klasse – und vor allem abwechslungsreich – war auch, dass neben dem Show-Ensemble auch noch ein Gast-Ensemble sowie die A - Capella - Gruppe „The Buddhas“. Ein besonderes Bonbon für die JFF, das man sonst nicht bekommt. 

Beim Show-Ensemble gingen wohl die Meinungen etwas auseinander. Ich fand sie gut, unterhaltsam und amüsant, andere offenbar nicht.

Ungeteilt hingegen war die Meinung über das Essen. Wie immer auf allen AIDAs einfach grandios. Allerdings auf der JFF noch ein bisschen besser als auf der nachfolgenden Starter-Reise. Sollte wegen der wenigen (zahlenden) Passagiere das Budget gekürzt worden sein???

Das Publikum war übrigens sehr verschieden zwischen der JFF und der Starter-Reise. Während bei der JFF jede Menge eingefleischte Fans dabei waren, bestand das Publikum während der Starter-Reise aus zahlreichen „Neulingen“ (viele hatten ein Internet-Angebot der Ferien AG gebucht, das die Starter-Reise mit einer Hotel-Woche auf Mallorca zu einem Spottpreis verknüpfte), Journalisten (die sicher schöne Artikel schreiben oder nette Filme zeigen), Fotografen (u.a. für den nächsten Katalog), Models (auch für den Katalog, ziemlich arrogante Typen beiderlei Geschlechts) sowie Russen und Spaniern. Es war schon offensichtlich, dass die Reise „verscherbelt“ wurde, um das Schiff zu füllen. Dazwischen kommt man sich als „Normalzahler“ ziemlich blöde vor – wir hatten wohl irgendetwas falsch gemacht. Warum müssen eigentlich Katalogaufnahmen mit Models (maximal 30 Jahre alt) gemacht werden? Kann man die AIDA nicht mit dem Publikum zeigen, das an Bord ist? Es gab auch Gäste an Bord, die einfach gut aussahen. Klar, die entsprechen mitunter nicht der Zielgruppe, aber könnte man sich nicht doch ein bisschen mehr nach der Realität richten und damit potentiellen Gästen ein tatsächliches Bild anbieten?

Grundsätzlich begrüßen wir Internationalität sehr, es ist eine Belebung und Bereicherung. Aber dann muß auch das gesamte Umfeld entsprechend stimmen. Weder die Russen noch die Spanier an Bord konnten Deutsch. Dennoch wurde alles auf Deutsch weitergeführt. Sie konnten bei der Seenotübung nicht ein Wort verstehen (natürlich auch nicht ihre Kabinennummer, als sie aufgerufen wurden) und nutzten die für sie langweilige Zeit für lautstarke Unterhaltungen. Damit wurde es schwierig, die eigene Kabinennummer zu verstehen. Und welchen Sinn hat eine solche Übung eigentlich, wenn man ein Teil der Gäste sie nicht versteht? Dann hätte die Übung in mehreren Sprachen abgehalten werden müssen (was aber ewig lange gedauert hätte), oder aber man hätte von vornherein nach Sprachen trennen müssen. Gleiches galt übrigens auch für die Ausflüge (siehe Korsika). Ich denke, Seetours wird sich entscheiden müssen, ob sie die AIDAs für ausschließlich deutsche Gäste oder aber für internationale Gäste anbieten – aber dann auch das entsprechende Umfeld (auch z.B. mit dem Essen) schaffen und die Konsequenzen tragen. So, wie es jetzt war, ist weder den deutschen noch den ausländischen Gästen gedient.

Und noch etwas hat mir nicht gefallen, das ist leider auf allen AIDAs so: Den Fragebogen (kostenlose positive wie negative Kritik ist ungemein wertvoll für ein Dienstleistungsunternehmen!) gibt es erst am letzten Abend. Gerade der ist aber voll mit dem Hummer-Essen, der Farewell - Show, der Pool-Party und schließlich der Koffer-Packerei. Es bleibt partout keine Zeit mehr, den Fragebogen auszufüllen. Tipp an Seetours: Verteilt den Fragebogen doch einfach einen Abend früher – am Urteil der Gäste wird sich doch nicht so viel ändern.

Und dann bleibt da noch ein Thema, das wir uns selbst eingebrockt hatten: Das Tagebuch. Dafür ging so manche Stunde, aber auch so manche Veranstaltung an Bord drauf. Wir hatten uns das eigentlich nicht so aufwendig vorgestellt. Aber versprochen ist versprochen – wir haben uns durchgebissen und täglich geschrieben bzw. Fotos ausgewählt (notfalls nachts von 1 Uhr bis 3 Uhr – mit Überarbeitung am nächsten Morgen!). Andererseits hat es ja auch viel Spaß gemacht. Und wir haben uns gefreut, all denen, die aus den verschiedensten Gründen nicht dabei sein konnten, wenigstens ein bisschen zu berichten, was an Bord oder auch an Land alles passiert ist. Vielleicht ist es ja etwas ´rübergekommen.

Nach nochmaligem Durchlesen klingt es doch recht kritisch, was ich hier geschrieben habe. So ist es aber gar nicht gemeint, denn es war ein wirklich toller Urlaub – besser als für die JFF erwartet. Das sieht man auch an unserem Fazit: AIDA – wie kommen wieder! (wenn wir wieder genügend Geld gespart haben...) Allerdings haben wir diesmal die Seetage vermisst, die wir auf unseren TAs hatten. Deshalb würden wir uns künftig nur für eine TA oder die Transasia entscheiden.