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Mit der AIDA in der Karibik vom 17.2. – 3.3.2000      MANGO- und PAPAYA - ROUTE

Erster Tag – Ankunft in Santo Domingo

AIDA, endlich hab ich Dich wieder! 
Ein halbes Jahr ist es her, daß ich sie das letzte Mal gesehen habe. Immer wieder hab ich an sie gedacht, jeden Tag gezählt, bis ich sie wiedersehe. Nun ist es soweit. Ich stehe vor ihr und bin wie jedes Mal überwältigt. AIDA, die zwei Wochen mit Dir werden wieder einmal unvergesslich werden! Das weiß ich jetzt schon! Schon am Flughafen hat uns die Animateurin Ninette in Empfang genommen. Nett ist sie, denke ich mir gleich. Klein, kurze blonde Haare, Sommersprossen – paßt super in den Animateurjob hinein. Am Schiff begrüßen uns einige andere die zum Team gehören. Sirous, unseren Mr.Fit von der Mittelmeertour sehe ich als ersten. Prima, den einen oder anderen scheint man doch noch zu kennen. Zunächst einmal beeile ich mich, auf meine Kabine zu kommen. Auf das Gepäck muß ich zwar noch eine Weile warten, aber ich freue mich schon die ganze Zeit darauf Corinna wiederzusehen. Wir kennen uns von der letzten Mittelmeertour und teilen uns dieses Mal eine Kabine. Das gibt ein Wiedersehen.... es ist Wahnsinn, daß wir uns seit dem letzten Urlaub nicht mehr gesehen haben. Ich habe nicht das Gefühl, daß es schon solange her ist. Und dann geht’s gleich rund. Wir buchen Ausflüge, genehmigen uns einen Drink an der AIDA - Bar, bleiben zur Abwechslung mal im Fahrstuhl stecken, werden aber von Werner und Frank - den Helden - gerettet  und haben unendlich viel zu quatschen. Nach dem Essen im Marktrestaurant ist schon volles Programm angesagt. Erst heißt es auspacken und alles in die Schränke quetschen, dann müssen wir uns auch schon beeilen, um den Welcome Drink am Pooldeck, die Showeinlage des AIDA - Ensembles und die anschließende Lasershow mitzubekommen. Bei der Ausfahrt aus Santo Domingo stehen wir auf Deck 11, schauen auf die vielen tausend Lichter der Stadt und können es einfach nicht fassen: Wir sind wirklich dabei!!! Lange Zeit für Sentimentalitäten bleibt nicht, denn schon ist die erste Poolparty in vollem Gange, und wir wollen das Tanzbein schwingen. Ninette ergreift gleich die Initiative und läd uns zu einem Drink an die Poolbar ein. Sie scheint wirklich sehr sympathisch zu sein. Durch sie lernen wir dann auch noch die Biker und ein paar andere von der Crew kennen. Am stürmischsten ist das Wiedersehen mit dem brasilianischen Animateur Flavio. Wir kennen ihn schon ziemlich lange, und ich kenne keinen, der je mehr Stimmung verbreitet hat als er. Wir gehen wieder tanzen und knüpfen ziemlich schnell Kontakt zu anderen Leuten. Sirous hat mir etwas Dringendes zu erzählen, und Corinna hat den ernsthaften Verdacht, daß er vielleicht schwanger sein könnte. Mit der Situation muß er allein fertig werden! Wir sind doch keine Abtreibungsberatung! Um Mitternacht geht die Party in der Disco weiter. Enttäuschend ist, daß die meisten Neuankömmlinge gleich schwächeln und ins Bett gehen anstatt mit uns zu feiern. Dafür lernen wir ziemlich schnell den harten Kern der Aidianer kennen, der schon eine Woche lang tanz- und trinkfest ist. Und mit ihm lernen wir die äußerst bissigen AIDA - Krokodile kennen. Eins von ihnen gehört dem Mann der Nacht: Roman vom Arkona Club. Ich fürchte fast, er hat es auf uns ahnungslose Gäste abgerichtet, denn einen von uns beißt es mindestens stündlich. Der Arme, den es erwischt, darf dann den anderen eine Runde Jägermeister Red Bull ausgeben. Ich bin mir sicher, bei so manchem wird sich dank dieses Krokodils die Endabrechnung ums doppelte steigern. Aber selber schuld! Man kann ja auch einen großen Bogen um solch ein Krokodil machen. Mich beißt es gottseidank nur einmal und dieses eine Mal ist es auch nur ein Streifbiss. Bei Corinna erwischt es beinahe doch den ganzen Arm ... Was soll ich sagen... die Nacht wird immer länger und  länger. Ich weiß selber nicht, wie wir das schaffen. Ich bin mittlerweile seit mehr als 24 Stunden auf den Beinen. Und von Müdigkeit will ich immer noch nichts wissen. Ich tanze mit Timm, der sich als Howard Carpendale- und Udo Jürgens- Fan outet, quatsche mit David, der mir immer wieder dieselben Stories erzählt, lerne Axel kennen, singe mit Roman zu einem Song von Nena laut ins Mikro, das eigentlich unserem DJ Torsten gehört... Als Torsten den Song „You can leave your hat on“ anspielt, drückt Frank mir seine Brille in die Hand, kegelt seine Schuhe quer durch die Disco und legt einen Strip hin, der sich zeigen lassen kann. Vollkommen nackt rockt er über die Tanzfläche, packt sich Angelika und schwingt mit ihr die Hüften. Wir anderen stehen zunächst halb fassungslos, halb atemlos vor lachen um die Tanzfläche herum, schlagen uns dann auf die Schenkel, so komisch ist es und liegen schließlich beinahe auf dem Boden. Dann fordert Torsten uns auf, uns in einem Kreis auf den Boden zu setzen. Gespannt tun wir, was er verlangt. Schon legt er die nächste Platte auf. „Oh, ein alter deutscher Schlager!“ denke ich überrascht. Hakt euch ein, schunkelt und summt zur Unterstützung mit, lautet die nächste Order. Er ergreift das Mikro, und dann beginnt er zu singen: Tränen lügen nicht. Und er kann verdammt gut singen. Es ist ein Augenblick, den man festhalten möchte. Ich kann´s immer noch nicht fassen: Wir sind dabei! Es ist gar nicht so leicht, im sitzen zu schunkeln, stelle ich fest. Immer wieder kippe ich nach hinten und ziehe Roman und Frank mit mir. Torsten mit der großen Klappe hat gleich wieder einen Spruch parat. „Das ist ja wie zu Hippiezeiten! Habt ihr euch etwa einen Joint reingezogen, daß ihr nicht mal mehr sitzen bleiben könnt?“ Irgendwann am frühen Morgen sitzen wir zu sechst oder zu siebt  auf der Couch und auf den Sesseln der Disco. Allmählich sind wir doch ganz schön am Ende unserer Kräfte. Der kleine Edward vom Arkona Club hat ein Ruhepolster an Corinnas starker Schulter gefunden, ich hänge auf einem Sessel mit Roman rum, mit dem ich gerade noch den letzten Tanz getanzt habe, Timm ist eingeschlafen (von wegen Red Bull verleiht Flügel... Red Bull macht müde!), Uta von der Lambada-Bar führt tiefführende Gespräche, Pearlito von der Disco legt immer wieder dieselbe Platte auf und Torsten traktiert uns alle mit seiner spitzen Zunge. Ich werde kurzerhand auf „Torstine“ umgetauft als Mr. DJ mir sein Crewschild ansteckt und um ein Haar vergißt, es mir wieder abzunehmen. Für heute ist echt „Sperrstund“. Um halb sechs finden wir endlich den Weg zu unserer Kabine. Corinna ist noch nicht mal mehr fähig, die Keycard richtig einzugeben. Wir sind in dieser Nacht die personifizierte Albernheit. Schlafen kann ich nicht eine Sekunde...

1. Seetag

Heute bin ich trotz allem immer noch topfit. Die letzte Nacht hat keine Spuren hinterlassen. Erstmal wimmle ich das Zimmermädchen ab, das schon um neun Uhr unsere Kabine aufräumen will. Dann gehe ich mit Corinna an Deck zwei Liegen reservieren, was ja strengstens verboten ist (komisch, daß trotzdem schon fast alle Liegen mit blau-weißen Handtüchern bedeckt sind). Schon müssen wir zur Seenotrettungsübung. Wir hören uns die üblichen Sicherheitsbestimmungen an. Mittlerweile könnte ich den Text schon mitsprechen. Beim Frühschoppen auf dem Pooldeck schlagen wir uns erst mal den Magen voll. Bei so viel feiern darf die Unterlage nicht fehlen! Der Tag verläuft recht geruhsam. Ich lasse mich von der Sonne berieseln, mache teilweise bei den Poolaktionen mit, und Corinna verliert „ihre“ Wette bei dem Poolspiel „Wetten daß“. Ihre Strafe: Einmal muß sie zusammen mit unserem Chefanimateur Hussein  das allabendliche TV-Bordprogramm Radio- AIDA -TV moderieren. Na...ob das wirklich eine Strafe ist?! Wir sind schon schön braun geworden an diesem ersten Tag. Ich hab mir sogar einen ordentlichen Sonnenbrand geholt, und Corinna hat eine ganz rote Nase. Auf den Abend freuen wir uns schon wieder besonders. Es ist volles Programm angesagt. Wir gehen einfach mal zum Kennenlerntreff. Und dort treffen wir auch wieder auf Axel und Angelika. Die AIDA - Welt ist klein! Einige Leute der Kennenlern - Gemeinde gehen schließlich zusammen mit Ninette im kleinen Marktrestaurant essen. Ein ziemlich gemischter Kreis: Alt und jung trifft aufeinander. Aber wir amüsieren uns blendend! Nach dem Essen spielen wir mit der Animateurin Natascha am Fitneßfelsen Bingo. Da geht’s wieder heiß her. Leider gewinnen wir nicht mal eine Flasche Sekt, die sonst bei uns immer Standard war. Aber wir spielen ja nur wegen des Spaßfaktors! Im Anschluß geht’s ins Theater zur Begrüßungsshow. Am Eingang stehen die Animateure – verkleidet als Sicherheitsoffiziere – und meinen uns durch den Kakao ziehen zu können: „Clubkartenkontrolle! Es befinden sich verdächtige Personen an Bord! “Wie schön, ich bin eine von ihnen! Ich vermute schon fast eine Verschwörung gegen mich... ist es aber dann doch nicht. Bei der Show lernen wir dann die meisten Crewmitglieder kennen. Auch Clubchef Birdie muß dran glauben und wird von der Animation hinters Licht geführt. Er nimmt es aber mit Humor und wird uns dadurch schon mal ganz sympathisch. Der erste Höhepunkt des Abends: Die Animateure singen in der AIDA - Bar. Erstaunlicherweise haben sie alle verdammt gute Stimmen. Es gibt keine Blamage! Besonders Natscha scheint ein Naturtalent zu sein. „99 Luftballons“ singt sie. Wenn man sie da auf der Bühne stehen sieht könnte man glauben, man hätte die leibhaftige Nena vor sich. Nicht nur optisch. Wir feiern noch ein bißchen weiter in der Lambada-Bar, wo unsere Steelband bekannte Reggae-Klänge zum Besten gibt. Bei „Feeling hot hot hot“ hält es kaum noch einen in seinem Korbstuhl. Wir machen eine Polonaise quer durch die Bar und singen aus voller Kehle mit. Der zweite Höhepunkt des Abends: Die CS AIDA Flirtparty. Schon in der Bar spricht mich ein Typ an, der wissen will, ob ich dort auch anzutreffen sein werde. Dieser Typ - uns nur bekannt als „wuschige“ Nummer 538 - schreibt nachher sämtlichen Frauen einen Brief. Zumindest eine potentielle Kandidatin scheint sich gefunden zu haben. Die Bemitleidenswerte! An diesem Abend führe ich zur Abwechslung mal tiefführende Gespräche...

St Lucia – die tropische Bilderbuchinsel

Wie schön schon der Hafen von Castries ist! Zum zweiten Mal bin ich hier und wieder einmal bin ich fasziniert. Heute findet mein erster Reitausflug statt. Darauf freue ich mich schon die ganze Zeit. Überraschenderweise sind wir eine extrem große Gruppe – wie sich herausstellt fast alles Nichtreiter. Na das kann ja heiter werden! Ewig gondeln wir mit dem Bus durch die Gegend. Das ist ganz schön ermüdend... nachdem ich die letzte Nacht wieder nicht schlafen konnte wundere ich mich schon, daß ich überhaupt noch ein Auge offen halten kann. Auf dem Reiterhof „Country Saddles“ angekommen dürfen wir zunächst ein Formular unterschreiben, in dem wir erklären, daß wir die Besitzer von jeder Haftung entbinden – auch wenn ein Unfall durch deren Fahrlässigkeit passiert. Na die machen mir Spaß. Dann müssen wir uns alle einen riesigen weißen Helm überstülpen... eine Zumutung. Aber ohne Helm kein Ausritt!! Wir sehen wie die Deppen aus! Wir werden nach unseren Reitkenntnissen gefragt, und demnach bekommen wir die Pferde zugeordnet. Wir „exzellenten Reiter“ bekommen Pferde mit den Namen: Beast, Hurricane, Mission Impossible... Ich bin beruhigt, daß mein Pferd den harmlosen Namen „Shimmer“ trägt. Das läßt hoffen. Im Endeffekt sind aber alle Pferde träge und harmlos. Der Name scheint keine Auswirkung aufs Gemüt zu haben. Wir reiten in einer ewig langen Kolonne durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft: Zuckerfabriken, Bananenplantagen, Wälder, Felder, Flüsse. Der Ritt ist trotzdem langweilig. Die Pferde trotten im Schritt in Reih und Glied hintereinander her; nichts kann sie aus der Ruhe bringen. An der Atlantikküste dürfen wir dann einmal kurz galoppieren. Ich bin außer mir vor Begeisterung. Den Rückweg zu Stall treten wir in Gruppen an. Ich bin zwar bei der Galoppgruppe dabei, daß wir aber besonders schnell unterwegs sind, könnte ich nicht behaupten. Die Trabgruppe klebt uns im wahrsten Sinne des Wortes am Schweif! Wieder zurück auf der AIDA treffe ich auf Corinna, die von ihrer Tour ganz begeistert ist. Sie war in einer Zuckermühle, wo sie gelernt hat, wie man (theoretisch) Zuckerrohr verarbeitet. Das allerdings Sirous (statt  Sirup)aus den Zuckerrohrstangen fließt, wenn sie gepreßt werden, wie sie todernst behauptet, will ich ihr nicht so recht abnehmen. Aber einen Versuch war’s wert, Corinna! Abends, beim Bingo können wir wieder keinen Blumentopf gewinnen. Corinna ist so frustriert, daß Natascha regelrecht Mitleid bekommt und ihr eine übriggebliebene Flasche AIDA - Sekt und eines der begehrten „Chicken Shake Clubeier“ schenkt. Da strahlt Corinna wieder. In der Lambada - Bar genehmigen wir uns einen Longdrink, und Corinna schwingt ihr Clubei im Rhythmus der Steelbandmusik mit. Ich hätte auch gern so ein buntes Ei mit dem man so herrlich rascheln kann! Auf dem Pooldeck findet heute ein Volleyballmatch statt: Crew gegen Gäste. Wir schauen natürlich auch mal vorbei. Die Mannschaften stehen sich in nichts nach. Das Spiel läßt sich mit Spannung genießen! Um 23.30 Uhr treffen wir uns zur Noche Caliente im Arkona Club. Flavio, Ninette und zwei andere vom Team heizen uns mit Tanzeinlagen ein. Diese Nacht wird wieder verdammt lang. Und das AIDA - Krokodil schlägt wieder voll zu. Dieses Mal erwischt es auch Melanie, die ich beim Reiten kennengelernt habe. Und Frank the Stripper erfreut uns auch erneut mit Showeinlagen. Da sagen wir nur: Das war spitze ! 

Antigua – ein Strand für jeden Tag im Jahr

Ich habe mich an diesem Tag für einen Ausflug mit dem Segelkatamaran „Caribbean Queen“ entschieden. Wieder einmal geht es früh morgens los. Wir lassen uns alle auf dem großen Sonnendeck des Katamarans nieder, genießen die karibische Musik und segeln zum Cades Barrier Reef, wo wir Gelegenheit zum Schnorcheln haben. Anschließend ankern wir an einem Traumstrand, wo bei einem Barbecue eine Steelband spielt und ein Einheimischer uns mit seinen Feuerschluckkünsten beeindruckt. Leider spielt das Wetter nicht so ganz mit, und ein tropischer Regenguß überrascht uns beim Essen. Wie gut, daß wir unter einem Verdeck sitzen! Zeit zum Baden bleibt so leider nicht mehr. Als es endlich aufhört zu regen, müssen wir schon wieder zurücksegeln. Beim Bingo gewinnt meine Mutter, besser bekannt als „Bingo-Eva“, heute endlich einen angemessenen Anteil. Hat sich ihr „Buh“- und „Super Natascha“- Schreien also wenigstens mal gelohnt! Am späten Abend bleibt es gottseidank trocken. Ansonsten wäre unsere Beachparty auf Deck 10 auch buchstäblich ins Wasser gefallen. Zu meiner Enttäuschung erscheint niemand im Bikini oder Badeanzug. Ich natürlich auch nicht. Abwechslungsreich wäre es aber gewesen! Die bordeigenen Beachboys treten heute auf und bringen uns in Tanzlaune. Endlich werden auch mal unsere legendären Clubtänze „Hands up“ und „YMCA“ getanzt. Da machen wir ohne Frage mit! Später geht die Party weiter in der Disco.

Sint Maarten – Cocktail der Kulturen

Am Morgen wecke ich Corinna erstmal mit einem lauten Fluchen. Mist, ich habe verschlafen! Fünf Minuten habe ich Zeit, dann geht mein Ausflug schon los. So schnell war ich sicher noch nie in meinem Leben fertig. Was soll´s! Heute mache ich meine zweite Reittour. Dieses Mal sind wir nur sieben Leute. Mit einem Kleinbus fahren wir von Philipsburg aus in den französischen Teil der Insel. Ich spreche zwar „nicht wirklich“ gut französisch, da ich aber die einzige bin, die überhaupt ein paar Brocken versteht und spricht, muß ich auf dem Reiterhof für die ganze Gruppe dolmetschen. Die Pferde sehen erstaunlich gut aus... auf St. Lucia haben sie mich alle irgendwie an Esel erinnert. Auch hier fällt mir bei der Namengebung etwas Erstaunliches auf: Alle Pferde sind nach Tänzen benannt, wie Rumba, Samba, Rock’n Roll... Mein Pferd fällt allerdings wieder aus der Rolle. Passeau heißt es; ein Wildfang von gerade mal 3 Jahren. Wir verstehen uns eigentlich ganz prächtig, bis auf die Tatsache, daß er stur in die Richtung laufen will, die er gewöhnt ist. Dieses Mal reiten wir richtig weit ins Meer hinein und als wir den freien Strand erreichen, galoppiere ich ganz allein bis zum Ende durch. Was für ein Ritt!! Am Nachmittag gehe ich noch auf eigene Faust mit meinem „privaten Stadtführer“ los. Wir finden sogar den Weg ins Kasino, wo wir ein paar Dollar beim Black Jack gewinnen. Und schließlich essen wir noch etwas an der Strandpromenade. Ein wirklich gelungener Tag! Wieder ein spektakulärer Abend! Karaoke in der Lambada - Bar steht heute auf dem Programm. Eigentlich wollen Corinna und ich ja mitmachen. Aber leider leider machen nach den durchzechten Nächten Corinnas Stimmbänder schon schlapp und ich... ja, ich habe auch eine Entschuldigung: Es war einfach nicht das richtige Songsortiment dabei... (Das ist „nicht wirklich“ eine Ausrede!) Aber dafür meldet Angelika sich gleich für zwei Songs. Sie hat eine schöne Stimme, das müssen wir alle ohne Neid zugeben. Dafür bekommt sie eine „AIDA - Rakete“. Den Vogel schießt mal wieder unser „Frank the Stripper“ ab, der heute seinen 40sten Geburtstag feiert. Er möchte allen Ernstes Trude Heer imitieren. Sein Wunschsong:  „Ich will keine Schokolade!“ Kurz entschlossen springe ich als seine Dresserin ein. Bald steckt er in einem sexy Kleid, hat lange Haare (zwar Rastazöpfe, aber besser als gar nichts!), eine Oberweite, die sich sehen lassen kann und einen rotgeschminkten Mund. Die Socken und Schuhe hätte er vielleicht weglassen sollen, aber Trude Heer war ja auch immer ein bisschen spektakulär! Franks Tanzeinlage ist wirklich ein „Happening“! Wenn er noch ein paar Töne singen würde, dann wäre er perfekt. Aber leider verpaßt er immer wieder seinen Einsatz. Natascha und wir anderen helfen nach besten Kräften mit. Als sich die Karaoke dem Ende neigt schmerzt mir vor lauter Lachen der Bauch. Da gibt es wirklich nur einen passenden Kommentar, der auch AIDA - mäßig ist: Super! Das war Spitze!!!

Tortola – ein Paradies für Wassersport

Das hätte ich vorher wissen müssen! Dann hätte ich sicher einen Segeltörn oder Schnorchelausflug gebucht und nicht die Bustour nach Pussers Landing, wo es rein gar nichts Interessantes zu sehen gibt. Daher will ich diesen Ausflug auch gar nicht weiter erwähnen. Pech gehabt! Vielleicht mehr Glück beim nächsten Mal! Dafür verbringe ich wieder einen sehr schönen Nachmittag. Dieses Mal gehe ich mit meinem „privaten Stadtführer“ shoppen, und in einem kleinen italienischen Restaurant essen wir die beste Pizza der Welt. Am Abend geht es dafür wieder ganz heiß her. Wir sind mittlerweile wieder eine ziemlich große Bingogemeinde geworden, und da sich im Laufe der Woche sage und schreibe zwei Flaschen Sekt angesammelt haben, lassen wir heute die Korken knallen. Natascha feiert ein bisschen mit uns; sie zieht das allabendliche Aktionsbingo wirklich sehr souverän durch. Spaß ist vorprogrammiert. Da sei ihr natürlich ein Gläschen Sekt gegönnt! Dann warten wir gespannt auf die Ladies Night. Wer sind die hauseigenen California Dreamboys und lassen sie für uns auch die letzten Hüllen fallen? Timm möchte an diesem Abend auch einmal Lady sein. Also mogeln wir ein bisschen und verkleiden ihn, so wie am Vorabend unseren Frank. Toll schaut er aus! Ich nominiere ihn zur Lady des Abends. Natascha und Ninette sind nicht ganz so beeindruckt, drücken aber ein Auge zu und schon ist Timm drin (nein, nicht im Internet, sondern in der Disco). Endlich geht die Show los. Hussein, Holger, Josie und ein mir Unbekannter (der anscheinend von nichts eine Ahnung hat) kommen in Verkleidung auf die Bühne und tanzen auf „YMCA“. Dann legt Sirous los. Er hat´s natürlich drauf; wahrscheinlich ist er der einzige, der richtig tanzen und sich bewegen kann. Langsam kommt Stimmung auf. Es folgt ein Stripp von Holger, Josie und Sirous, der jäh unterbrochen wird. Eine große Gestalt im Tigerkleid und mit Schleier über dem Kopf schiebt sich auf die Tanzfläche. Sie reißt sich den Schleier vom Kopf und entblößt ein Männergesicht. Aha ... noch ein blinder Passagier! Aber was jetzt kommt toppt alles! Unsere leicht übergewichtige Tiger - Lilly beginnt zu tanzen, befreit sich geschmeidig von dem langen Kleid und steht schließlich im Tanga vor uns. Alles gröhlt und lacht und Tiger - Lilly fühlt sich dadurch nur noch mehr angespornt. Kaum haben wir uns wieder einigermaßen beruhigt, da kommt auch schon das „Schmankerl“ des Abends: Josie, Holger und Alex (von den Bikern) traben splitterfasernackt in die Disco, vor ihr bestes Stück halten sie nur einen Hut. Sie stellen sich nebeneinander auf und lassen die Hüte von einem zum andern wandern. Wir schauen ganz genau hin, aber man kann trotzdem nichts sehen, so schnell geht das. Als die drei wieder schön hintereinander und mit Grinsen auf dem Gesicht von der Bühne trippeln, schreien wir alle wie die Besessenen: „Zugabe! Zugabe!“. Und noch einmal wiederholt sich das Spiel, doch wieder sehen wir nicht das, was wir uns erhoffen. Nachdem die Show zuende ist, warten wir alle gespannt auf den ersten Mann, der die Disco betritt. Der darf nämlich auf der Stelle ausgezogen werden. Wir müssen gar nicht lange warten, da kommt unser Bingo-Glückskind (wie macht er das nur, der ewige Gewinner?) herein. Auf ihn mit Gebrüll!!! Ihm ist das am nächsten Tag so peinlich, daß er sämtliche geschossenen Fotos unserer FotoGräfinnen aufkauft.

2. Seetag – Wir haben ja noch eine Woche

Schon ist die erste Woche fast rum. Geschlafen habe ich so gut wie gar nicht. Und trotzdem bin ich spätestens abends immer auf dem Damm. Wenn nicht, dann bestelle ich mir halt einen Jägermeister Red Bull. Was ich nämlich seit ein paar Tagen weiß (eigentlich streng geheim!): Dieser Energy Drink belebt doch zuerst den Geist. Man wird ideenreicher denn je, äußerst übermütig, redet wie ein Wasserfall, tanzt bis zum Umfallen... und der Clue: Man schläft nachher trotzdem wie ein Murmeltier. Selbst gegen Schnarchgeräusche seiner Mitbewohner wird man immun. Heute liegen wir faul auf dem Sonnendeck, werden knackig braun und denken daran, daß morgen der harte Kern der Aidianer leider schon nach Hause fahren muß. Wir vermissen sie jetzt schon alle: Timm, Frank, Henning, Stefan, Axel, Angelika, Ralf... Weder Corinna noch ich können uns vorstellen, daß diese Stimmung, die wir mit der Truppe hatten noch einmal aufkommen wird. Traurig ist auch, daß uns unser DJ Torsten, Favio, Holger und Fitneßanimateurin Nic verlassen werden. Heute mache ich zum ersten Mal beim Quiz im AIDA - TV mit und gewinne die KariBig Hits. So komme ich zu meinem ersten und vorerst letzten großen TV Auftritt. Anscheinend haben mich so gut wie alle gesehen... immer wieder werde ich darauf angesprochen: Du bist doch die aus dem Fernsehen, oder?! Am Abend sind wir selbstverständlich beim Jackpot-Bingo dabei. Hier geht es um die Wurst: Über 1000 DM haben sich angesammelt. Das Motto lautet: The Winner takes it all! Und wir wollen alle gewinnen. Wir gründen sogar Interessengemeinschaften und kaufen Gemeinschaftsbingoscheine, an denen alle, die mitmachen beteiligt sind. Leider verfehlen wir das „Bingo“ wieder um Haaresbreite. Na ja, wir haben ja noch eine Woche. Da können wir immer noch zuschlagen. Arme bedauernswerte Kreaturen, die morgen nach Hause fahren müssen. Was ist da schon der Jackpot wert! Im Theater schauen Corinna und ich uns die Farewell - Show an. Das AIDA - Ensemble drückt ordentlich auf die Tränendrüse. Corinna heult jetzt schon Rotz und Wasser. Wie soll das erst nächste Woche aussehen... Am Pool feiern wir dann Abschied mit den Leuten, die uns in dieser ersten Woche ziemlich ans Herz gewachsen sind. Ich stürme mit Stefan auf die Tanzfläche, und wir singen aus voller Kehle „I will survive“ mit. Stefan brüllt mir fast das Trommelfell kaputt. Er ist wirklich in Höchststimmung. Kurz bevor es noch in die Disco hochgeht, lerne ich den „Anton aus Tirol“ kennen. Corinna und ich kennen das Lied noch nicht, finden es aber einfach nur „geil“. Mittlerweile hat unsere Truppe die Tanzfläche fast für sich allein. Die, die morgen abreisen haben sich zum größten Teil schon auf ihre Kabinen zurückgezogen. Mit „Wer hat an der Uhr gedreht“ ziehen wir eingehakt in die Disco hoch. Und ich verspreche leichtfertigerweise, in den Pool zu springen, wenn Timm und Co noch bis drei Uhr in der Disco bleiben. Da ich aber wieder einmal tiefführende Gespräche führen mußte, blieb mir dieser Event erspart.

Santo Domingo – der Abschied naht

Oh Wunder! Corinna und ich haben endlich mal ausgeschlafen. Das hatten wir auch bitter nötig. Schon um 13 Uhr sitzen wir draußen am Hafen und warten auf die Leute, die wir dringend noch verabschieden müssen. Ich tue heute das, was ich schon lange hätte tun sollen: Postkarten schreiben. Endlich kommen die ersten Abreisenden die Gangway hinunter. Sirous, Julia und die Jungs von der Steelband „Imagination“ stehen schon zur Verabschiedung bereit. Wir springen auf, sobald wir Timm, Axel & und die anderen sichten. Dann wird hier und da umarmt, Adressen, die bereits vor der Abreise verloren gegangen sind, werden noch einmal ausgetauscht, Hände werden geschüttelt, ein paar nette Worte werden ausgetauscht... und das soll´s nun gewesen sein? Schon sind sie weg und nachher kommen dann die nächsten? Es ist schon ein bißchen deprimierend. Aber glücklich sind wir auf jeden Fall, daß wir noch eine herrliche Woche vor uns haben! Als die Busse Richtung Flughafen davon gefahren sind quatschen Corinna und ich noch eine Weile mit Dennis von der Steelband. Dann gehen wir eine Kleinigkeit essen (Abschied macht hungrig! Eigentlich hat Dennis uns Hamburger versprochen, aber die suchen wir vergeblich) und lassen die vergangene Woche bei einem Drink in der AIDA - Bar Revue passieren. Schon sind sie da: Die Neuen ... Noch bin ich sehr gespannt, was da so kommen wird. Die beste Möglichkeit, einen ersten Eindruck zu gewinnen, bietet die Begrüßungs-Poolparty. Vorher findet noch die Sail-away-Show statt, bei der Corinna schon wieder hoffnungslos sentimental wird. In einer Woche ist es vorbei! Jetzt bin auch ich irgendwie deprimiert. Als die Party beginnt, glaube ich erst mal an eine optische Täuschung. Das können doch unmöglich Hans und Jürgen sein. Aber sie sind es. Wir haben uns letztes Jahr in der Karibik kennengelernt. Na das fängt ja gut an. Ich stürze zu ihnen, es gibt eine freudige Begrüßung und ich stelle auch fest, daß Stefanie und ihre Mutter von der letzten Karibiktour dabei sind. Ich lasse den Abend ausnahmsweise mal etwas ruhiger ausklingen... mit einem Cappuccino in der AIDA - Bar und ein paar kleinen psychologischen Spielchen, bei denen ich erstaunlich viel über meine eigene Persönlichkeit erfahre. Trotzdem, vor drei Uhr bin ich wieder nicht im Bett.

Vorletzter Seetag

Natürlich beginnt auch der wieder mit der obligatorischen Seenotrettungsübung. Punkt 10.20 Uhr müssen wir strammstehen. Dann geht’s weiter mit Frühschoppen, Showeinlagen und Poolspielen. Nachmittags präsentiert das Team den längsten Strudel der Karibik. Sirous und Natascha haben sich in Kellner verwandelt und bringen den Gästen den Kuchen an die Liegen. Bequemer geht’s nicht! Am Abend dürfen wir endlich wieder Bingo spielen. Leider ist die Bingo Gemeinde erstaunlich geschrumpft. Die Welcome - Show lassen wir diese Woche aus. Dafür warten wir gespannt auf die Flirtparty, die wie jeden Freitag um 23.30 Uhr in der Disco beginnt. Ich unterhalte mich in der Bar noch ein bisschen mit Stefanie, während Corinna schon pünktlich die Stufen zum Arkona - Club erklimmt. Sie ist wohl immer noch in der Hoffnung, daß sie die begehrte Nummer 69 ergattert. Leider bekommt sie die wieder nicht. Dafür bin ich heute Abend die Nummer 6. Nicki vom Fitneßteam hat sie mir mit einem Grinsen aufgeklebt. Ja was soll denn das nun wieder bedeuten?? Die Disco ist erstaunlich voll. Man findet kaum einen freien Platz zum Tanzen. Ich hotte erst mal ab zu meinem neuen Lieblingssong „Sexbomb“. Und wie geht’s weiter?? Natürlich mal wieder mit tiefführenden Gesprächen. Corinna hat schon Ende der ersten Woche ein bayrisches Ehepaar – Thomas und Christine – kennengelernt, das vier Wochen lang an Bord bleibt. Mit den beiden scheint sie sich neuerdings blendend zu verstehen. Es wird wie immer eine lange Nacht, die trotz allem viel zu schnell verfliegt. Auf der AIDA scheinen Minuten nicht länger als Sekunden zu sein!

Grenada – ein Hauch von Muskat

Um 13 Uhr treffe ich mich mit Sirous und Anne von der AIDA - Bar, um gemeinsam mit den beiden und mit Thomas von der Gangway, Fawn vom Showensemble sowie ein paar anderen mit dem Wassertaxi zur Dr. Grooms Bay zu fahren. Das ist ein schöner, kleiner, palmenbewachsener Strand, an dem sich hauptsächlich Leute von der Crew aufhalten. Auch Ninette und etliche andere vom Showensemble treffen wir dort. Wie erholsam: Nirgends sind blau-weiße AIDA - Handtücher zu sehen. Peinlich nur, daß ausgerechnet ich meines dabei habe. Das sticht sofort ins Auge! Wir verbringen an unserem Traumstrand einen wunderschönen Tag, spielen Volleyball, aalen uns in der Sonne, gehen schwimmen und essen eine hervorragende Pizza. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, daß die karibische Pizza noch um Klassen besser ist als die Italienische. In der AIDA - Bar gibt am Abend der AIDA - Shanty - Chor Seemannslieder zum Besten. So voll hab ich die Bar noch nie erlebt. Einige Offiziere singen, aber auch Scout Katrin und Ninette sind dabei. Der ziemlich großen Truppe scheint ihr Auftritt jede Menge Spaß zu machen. Die Disco lädt uns später zur Black & White Party ein. Alle Leute sollen dort in schwarzer, weißer oder in schwarzweißer Kleidung erscheinen. Die ersten 50 Gäste im schwarzweißen Outfit bekommen einen White - oder Black - Russian spendiert. Es wird hauptsächlich schwarze Musik gespielt. Auch mal eine Abwechslung. Als Showeinlage kommt Sirous auf die Bühne und tanzt zu Michael Jacksons „Black & White“. Natascha und Ninette unterstützen ihn als Backgroundtänzerinnen. Wir sind uns einig: Das war spitze!

Trinidad – Zentrum karibischer Lebensfreude

Ich habe mir den Ausflug „Citytour, Musikerlebnis und Strand“ ausgesucht. Die Stadtrundfahrt ist ein bißchen enttäuschend, da wir eigentlich nur den Botanischen Garten aus der Nähe erleben. Am Queen’s Park Savannah, der Kathedrale und dem Parlamentsgebäude fahren wir nur mit dem Bus vorbei. Auch von Port of Spain sehen wir kaum etwas. Wir haben zumindest das Glück, daß wir eine deutschsprachige Reiseleiterin haben, die uns alles genau erklärt. Interessant wird es, als wir eine Steelband in ihrer Panyard besuchen. Uns wird genau gezeigt, wie die Pans hergestellt werden, und selbst die Geschichte der Pans wird uns in kurzen Grundzügen vermittelt. Schließlich beginnt die Steelband Calypso, Reggae und andere Klänge zu spielen, und wir werden aufgefordert, dazu zu tanzen. Auch einen Limbo-Wettbewerb gibt es. Das anschließende Mittagessen kann man total vergessen. Alles schmeckt so als wäre es in einen Knoblauchtopf gefallen. Da vergeht einem der Appetit! Am Nachmittag fahren wir zur Maracas Bay. Der Strand ist zwar sehr schön, aber ich sehe das Erschreckende schon von weitem: Eine blau-weiße AIDA - Handtuchkolonne. Und zudem ist heute auf Trinidad auch noch ein Feiertag, so daß auch sämtliche Einheimische das schöne Wetter für einen Strandaufenthalt nutzen. Maracas Bay ist wirklich hoffnungslos überfüllt!

Wir reisen zurück in die 70er ! Die AIDA ist eine Zeitmaschine !

Um 21.30 stürmt die Hippie – und Flower Power - Generation das Pooldeck der AIDA. Die Animateure und Showensemble-Mitglieder sind kaum noch wiederzuerkennen. Schlaghosen, bunte Hemden, Plateauschuhe, Stirnbänder, Glitzerschals, Super - Minis und lange Zottelperücken wo man auch hinschaut. DJ Jörg hat die ganzen alten Platten rausgekramt und spielt wirklich ausschließlich Musik aus den 70ern. Wir tanzen bis Deck 10 bebt. Thomas, Franck und Jon vom Show-Ensemble überraschen uns mit diversen Showeinlagen. Unvergesslich werden auch immer Nataschas Mamboleo Tanz und Nataschas und Ninettes Auftritt als Abba bleiben. Sie sind wirklich grandios! Auch einige von den Gästen haben sich verkleidet und bemalen lassen. Corinna und ich haben uns auf ein Stirnband beschränkt. Meins sieht allerdings mehr wie ein Stirnverband aus. Egal, wir sind ja auf der AIDA.
Als die Party sich lange nach Mitternacht dem Ende neigt gibt es noch ein besonderes Highlight für Corinna und mich: Ein Lied von solchem Charme und solcher Ausdruckskraft, daß wir es einfach nicht mehr vergessen können.  „Sperrstund‘ is“ heißt es, und es treibt uns immer wieder die Tränen (Lachtränen) in die Augen. Ich frage mich heute noch: Aus welchem Winkel haben die das wohl hervorgekramt??

Isla Margarita – Hier Regen, dort Sonnenschein

Das Wetter ist wirklich nicht gerade erfreulich. Noch ist es trocken, aber es ist zu befürchten, daß wir auf unserer Tour mit der Motoryacht „Fiesta Caribe“ vom Regen überrascht werden.
Der Ausflug geht trotzdem gleich gut los: Es wird Cuba Libre ausgeschenkt! Der kurbelt die Stimmung sofort gewaltig an. Die Animateure an Bord holen Scout Katrin und mich zum tanzen, und wir schwingen mit denen die Hüften (trotz des Schwankens) bis die Isla Coche, vor der wir ankern, in Sicht kommt.
Mit einem kleinen Motorboot werden wir zu der Insel gefahren. Dort können wir sonnen, Banana - Boat
fahren und Volleyball spielen. Ich mache einfach alles mit. Einige Leute haben auch noch die Tour mit den ATV’s (vierrädrige Motorräder) gebucht. Muß ziemlich lustig und ein wenig halsbrecherisch gewesen sein.
Die Wolken umkreisen uns, Regen gibt’s aber nicht. Im Gegenteil: Die Sonne scheint fast die ganze Zeit und es ist superheiß. Das Barbecue am Mittag ist wirklich gut. Nach der Enttäuschung auf Trinidad bin ich sehr positiv überrascht. Nach dem Essen schlafe ich auf meinem Liegestuhl ein. Die letzten Tage waren wieder ziemlich heftig!
Mit Reggae Musik fahren wir am Nachmittag zurück zur Isla Margarita, wo es in Strömen geregnet hat.
Corinna ist auf ihrer Tour ordentlich nass geworden. Dieses Mal hatten wir endlich mal Glück! In der AIDA - Bar feiern wir heute eine Schlagerparty. Nach einem Musik-Quiz steht die Tanzfläche zur freien Verfügung. Später hören wir in der Lambada - Bar unserer Steelband zu. Dennis, Kurt und Matthew geben wie immer ihr Bestes.

Aruba – das Disneyland der Karibik

Auf allen Autokennzeichen steht der gleiche Spruch: One happy Island. Und das ist Aruba auch. Die Insel präsentiert sich bunt und quirlig. Rosa oder hellblaue Häuser sind hier keine Rarität.
Wenn man von Bord kommt ist man in ein paar Minuten in der City. Ich habe heute mal wieder meinen
„Stadtführer“ engagiert. Er ist der Meinung, auf Aruba kann man so phantastisch essen. Ich bin schon gespannt. Wieder landen wir bei einem Italiener. Mittlerweile bin ich Pizza- und Pasta- abhängig!
Hier ist die Pizza allerdings nicht besonders gut. Und die Preise sind der reinste Wucher. Pech gehabt...
Als Entschädigung bekomme ich noch ein Eis mit Karamelsoße von Mac Donalds. Da kann man nicht viel falsch machen und das schmeckt so gut!
Wir gehen shoppen und versuchen nochmals unser Glück im Kasino. Die „13“ will beim Roulette einfach nicht kommen und so geben wir es auf, nachdem wir unseren Einsatz verspielt haben.
Nach dem Bingo gehen Corinna, unser Ascha – Ascha - Natascha Frank (der seit der zweiten Woche im absoluten Bingo- Fieber ist) und ich in die Lambada - Bar um uns den „Liederabend“ anzusehen, den das Showensemble aufführt. Besser hätten wir uns für den Mexico - Abend in der Calypso-Bar entscheiden sollen, denn dieser Liederabend ist eher ermüdend.
Wir sind froh, als endlich die Disco öffnet. Heute wird sie so voll wie selten. Zu Songs wie „Voices“,
„Sexbomb“ und „My heart goes boom“ tanze ich mit dem Bayer Thomas und mit Hans ab. Nach 12 Uhr steht die AIDA - Bar bereit für die üblichen tiefführenden Gespräche ... 

Letzter Seetag – Wir trauern um „unser“ Schiff

Gut drauf sind wir schon nicht mehr so richtig. Nun sind wir nur noch knappe 24 Stunden an Bord. Das klingt so endgültig. Wer weiß, wann wir das nächste Mal die Gelegenheit haben, wiederzukommen.
Der Tag verläuft ohne besondere Ereignisse. Am Poolspiel (Ninette wird 26) beteilige ich mich dieses Mal nicht. Ich gebe ein wenig Acht auf Monikas kleine Tochter Francesca, genieße die letzten Sonnenstrahlen und mache am Nachmittag beim Animateur-Schätzspiel mit. Wir müssen schätzen, wie groß, alt, schwer... Ninette, Natascha, Sirous, Hussein und Josie sind. Die Zahlen müssen addiert werden, dazurechnen soll man die Telefonnummer vom AIDA - TV ... die Summe ergibt dann das gesuchte Ergebnis.
Leider gewinne ich nicht, aber weit entfernt von der richtigen Zahl kann ich nicht sein, da ich Teamwork mit Monika gemacht habe, die den 3. Platz belegt.
An diesem Abend nehme ich mein Abschiedsessen zum ersten und einzigen Mal im Karibikrestaurant ein. Das Highlight: Kaiserschmarrn und eine Eistorte.
Danach versuchen wir unser Glück zum zweiten Mal beim Jackpot-Bingo. Mit zehn Mann kaufen wir Gemeinschaftsscheine und sind uns ganz sicher, daß wir dieses Mal gewinnen werden.
Bingo-Eva steht als Erste mit zwei noch unangekreuzten Zahlen auf der Brücke vom Fitneßfelsen. Wir drücken alle ganz fest die Daumen. Als sie nur noch die „72“zum Bingo braucht und siegesgewiß zur Palme geht (so ist es Vorschrift) ist die Spannung kaum noch auszuhalten.
Doch die Enttäuschung ist groß, als jemand anderes uns den Jackpot erneut vor der Nase wegschnappt.
Trotzdem gibt’s auch von uns 10 ganze ,halbe, viertel und Knie - Appläuse – und das im Wechsel und rückwärts .Wären wir nicht auf der AIDA, würden sie uns sicher auf der Stelle in die Psychiatrische einweisen.
Im Theater verabschiedet uns das AIDA - Showensemble, was wir uns nicht entgehen lassen .Danach ist die gute Stimmung endgültig weggeblasen. Könnten wir nur noch eine Woche bleiben (und dann noch eine und noch eine ... )
In der Disco ist es deprimierend, in der AIDA - Bar ebenfalls und auf dem Pooldeck, bei der Abschieds-Party will auch keine Stimmung aufkommen. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich die AIDA jetzt schon vermisse.

Der letzt Morgen - die Abreise naht !

Wir müssen mit unseren Koffern noch einchecken, dann gehen wir frühstücken und schließlich hängen wir einfach nur so rum. Ich schaue mir in der AIDA - Bar das dieswöchige AIDA - Reisevideo an und entdecke mich sogar ein paar Mal. Unsere Laune wird ein bisschen besser als Sirous zu uns stößt und uns Stories über Luftströmungen, Gravitation, Fischfang und über Frutarier erzählt. Die Delphine tun mir heute noch leid... Wie soll ich jemals wieder mit reinem Gewissen Thunfisch essen??
Und dann ist es auch schon soweit. Um 14 Uhr holen wir unser Handgepäck und dann gehen wir zum allerletzten Mal die Gangway hinunter. In wenigen Stunden werden wir gegen neue Gäste eingetauscht.
Ich verabschiede mich mit Umarmung von den Crewmitgliedern, die vor dem Schiff auf uns warten.
Und schon sitze ich im Bus, starre aus dem Fenster zur AIDA hinüber, und wir rollen langsam in Richtung Flughafen.
Dort treffe ich vor unserem Abflug noch einmal auf Corinna, Natascha (die die neuen Gäste abholt) und Frank. Wir sitzen so lange zusammen, bis der Flug nach Köln aufgerufen wird. Corinna muß noch auf ihren Flug nach Frankfurt warten. Ich sage „Tschüss
“ und „Vielleicht sehen wir uns irgendwann auf der AIDA wieder!“ und schon geht’s los.
Das war´s dann also! Es war ein noch traumhafterer Urlaub als ich es je erwartet hätte. Sobald ich die Möglichkeit habe, komme ich wieder!

Ich vergesse Dich nie, AIDA !!!

Nadine Beder

 

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am :12 August 2001 15:07