Meine Transatlantiktour
vom 03. - 17. November 2000
auf dem Clubschiff AIDA

 

3.11.2000 
Es ist 01.45 Uhr. Der Wecker reißt mich aus dem Tiefschlaf. Nachdem ich ein paar Minuten brauche  bis ich richtig wach bin , schießt es mir durch den Kopf : Keine 5 Stunden mehr und du bist auf dem Weg nach Palma, zur
AIDAcara. 3.15 Uhr bringt mich meine Frau zum Flughafen. Ja, ich fahre zum ersten Mal alleine mit unserer AIDAcara über den Atlantik. Nachdem wir uns inniglich verabschiedet haben, checke ich ein. Dieses Mal gibt es, im Gegensatz zum Frühjahr, keine lange Warteschlangen. Ich erhasche sogar einen Fensterplatz. Nach 2 ½ Stunden erreichen wir Palma. Gleich geht es mit Bussen zur Finka, auf der ich eigentlich bis zur Einschiffung bleiben sollte. Gegen Mittag werde ich von einer
hübschen jungen Dame angesprochen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Birgit handelt, die mir seit Wochen per Mail Löcher in den Bauch gefragt hatte, was die
AIDA angeht. Kurze Zeit später kommt auch ihr Freund Roger hinzu. 


Birgit und Roger


v.l.n.r.:Daniela, Matthias 1, Matthias 2, Mira

Den Rest des Tages verbringen wir schon mal zusammen. Zwischendurch treffe ich noch zwei Pärchen aus dem Wolfsburger Raum. Auch mit ihnen war ich vorab per Mail in Kontakt. Mira und Matthias, sowie Daniela und Matthias. Die ersten beiden kenne ich bereits von meiner ersten Transatlantiktour im November ´98. Nachmittags lassen wir uns mit einen Pendelbus ins Zentrum von Palma bringen. Von dort laufen wir dann zur AIDAcara. Wenn ich gewusst hätte, wie lang der Weg dorthin ist, hätte ich mich wohl nicht darauf eingelassen, da ich einen schweren Rucksack auf dem Rücken hatte, Na ja, beim nächsten Mal bin ich schlauer. Dadurch, dass ich morgens so früh aus den Federn musste, verpenne ich doch glatt die erste Poolparty. Ich hab mir geschworen, dass das in den nächsten 2 Wochen nicht mehr  passieren wird.

 
04.11. Der erste Seetag. 
Gegen 10 Uhr folgt die obligatorische Seenotrettungsübung, an der jeder Gast teilnehmen muss. Aber nach gut 20 Minuten haben wir das auch schon hinter uns. Da Birgit und Roger ihre Kabine zufällig schräg gegenüber von meiner haben, trafen wir uns direkt mit angezogener Rettungsweste. Leider ist es noch zu kalt, um sich mit Badesachen an den Pool zu legen. Also inspiziere ich erst mal das Schiff. Kaum bin ich an der
AIDA – Bar, kommt mir auch schon Adrian ( Company-Manager des AIDA-Showensembles vom Frühjahr ) entgegen und begrüßt mich herzlich. Kurze Zeit später sehe ich auch Ninette, die mich auch gleich wiedererkennt und mich herzlich umarmt . Also gibt es doch noch ein paar bekannte Gesichter an Bord, obwohl ja nach der Werft ein großer Teil der Besatzung gewechselt hatte . Clubchef Birdy spricht mich ebenfalls noch am gleichen Tag an. Irgendwie fühle ich mich auf der AIDAcara schon ein bisschen wie zu Hause. Kein Wunder ! 
Durch Birgit und Roger lerne ich noch Annette, Egbert, Monika, Peter, Christa und Tinchen kennen, mit denen ich den Rest der Tour sehr viel zusammen bin. Wie sich schnell herausstellt, kenne ich Gabi bereits von meiner ersten Transatlantik November`98. Sie verbringt mit ihrem Mann ihre Flitterwochen an Bord. Die anderen Paare wohnen, oh Wunder, fast alle ganz in meiner Nähe. 
Abends geht es ins Theater zur obligatorischen Welcome-Show, in der u.a. ein großer Teil der Crew vorgestellt wird.


Birgit, Roger und Christa bei der Seenotrettungsübrung

 


Wir alle an der AIDA – Bar

05.11. Cadiz, Spanien 
Jerez steht für Sherry. Also habe ich einen Ausflug zu einer Sherry-Fabrik gebucht. Als wir unterwegs sind sieht alles wie ausgestorben aus. Kein Wunder. Leider ist Sonntag. Eigentlich kommt mir dieser Ausflug ein wenig wie eine Verkaufveranstaltung vor. Wenn da nicht noch die Flamenco -Vorführung gewesen wäre, die mir sehr gut gefallen hat. Es traten ausnahmslos Schüler einer großen spanischen Flamenco – Schule auf. Echt sehenswert. 

         

Obwohl wir von der Fahrerei ziemlich müde sind, ziehen wir um 21.30 Uhr wieder ins Theater. Thema heute : Itsy – Bitsy – Fifty - Show, in der viele besondere Ereignisse und auch bekannte Werbespots aus dieser Zeit aufgegriffen werden. Da ich sie vom Frühjahr her kenne , ist sie leider nichts Neues für mich.  Danach hetzen wir zur AIDA – Bar, da dort die Schlagerparty schon im vollen Gange ist. Natürlich lasse ich kaum einen Musiktitel aus um abzutanzen. Dabei stelle ich fest, dass die Klimaanlage wohl nicht läuft . Innerhalb kürzester Zeit komme ich mir wie in einer Sauna vor. Aber egal. Weitertanzen bis die Socken qualmen.


Während der Schlagerparty


06.11. Seetag 
Karten schreiben ist angesagt. 27 Stück. Oh je, oh je, wenn ich doch nicht so vielen versprochen hätte zu schreiben. Aber was tue ich nicht alles für die vielen
AIDA – Fans. Eigentlich hat das Schreiben ja auch Spaß gemacht. Ich habe mir fest vorgenommen, sie bis Teneriffa alle fertig zu haben, damit sie noch ankommen, bevor ich wieder zu Hause bin. Wie ich inzwischen weiß, ist mir das auch gelungen. 
Heute wird im Theater die Show gezeigt, die speziell für den 4. Geburtstag eingeübt und im Juni uraufgeführt wurde. ” Four Elements”. Echt sehenswert kann ich dazu nur sagen. Eine Verbindung zwischen Film und Show. In der Nacht durchfahren wir die Straße von Gibraltar. Obwohl ich schon zum 3. Mal dabei bin, finde ich es immer noch beeindruckend. Wie nah doch die Küste an uns vorbeizieht. Deck 11 ist voll mit Gästen, die sich dieses Schauspiel auch nicht entgehen lassen wollen. 

07.11. Sta. Cruz, Teneriffa 
Für diesen Hafen habe ich keinen Ausflug gebucht, da ich mal auf eigene Faust losziehen will. Insbesondere habe ich mir Zeit zum Shoppen genommen. Abends ist wieder Abtanzen angesagt. Dieses Mal bei einer Open-Air-Party auf dem Pooldeck. Langsam merkt man, dass wir in wärmere Gefilde kommen. Inzwischen brauchen wir für solche Partys keine Pullover mehr. 

08.-12.11. 5 Tage auf See 
Du irrst Dich, wenn Du glaubst, dass in den Tagen Langeweile angesagt ist. Die Animateure sorgen dafür, dass immer wieder was los ist. An einem Vormittag nehme ich am Cocktailworkshop an der Lambada – Bar teil. Geschlagene 4 Stunden verbringe ich mit 14 anderen Gästen damit, die verschiedenen Cocktails nach Anleitung der Barkeeper zu mixen. Zu Beginn erhalten wir gleich ein kleines Buch mit vielen Rezepten, für das wir bei der Anmeldung 15,- DM bezahlen mussten. Die Investition hat sich gelohnt. Am besten hat mir der Caipirinha geschmeckt. Sehr gewöhnungsbedürftig ist die Prärieauster, die ja auch eigentlich erst für den Kater danach gedacht ist. Wie Du Dir sicher vorstellen kannst, stieg die Stimmung, je länger der Workshop ging. Besonders die Frauengruppe war gut dabei, in der auch Andrea und Martina waren, die ich ein paar Tage später kennen lernen sollte. 


Kurz vor Ende des Cocktail - Workshops

 

Am 8.11. tritt abends die Gruppe Waterloo & Robinson auf. Zum ersten Mal bekomme ich mit, dass sich das Theater schon vor Ende der Veranstaltung leert. Meine Musik ist es auch nicht. Deshalb gehe ich gar nicht erst rein. Abends ist dann LADIES-NIGHT im Arkona - Club. Männer haben keinen Zutritt. Na so was! Gleich kommt die Forderung nach einer MEN´S - NIGHT auf. Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben. 

Je näher wir Richtung Karibik kommen, um so wärmer wird es. Das Sonnendeck ist jeden Tag proppe voll. Schon morgens um 7 Uhr sind die ersten Liegen reserviert. Typisch deutsch kann ich da nur sagen. Am 9.11. gehen wir in die Variety - Show, in der u.a. die AIDA – Band ”TIN-LIZZY” zusammen mit der Steelband IMAGINATION auftritt. Außerdem noch das Komiker Duo ”SammaWommaNomma”, die die Gäste dauernd zum Lachen bringen. Versuch mal den Namen des Duos schnell zu sprechen.... *ggg * Am 10.11. findet abends die traditionelle Wahl zur MISS TRANS TRANSATLANTIK statt. Im Frühjahr hatte Scout Robert den Titel geholt. Dieses Mal hat er aber gegen ”Miss Bayern”, Animateur Helmut, einfach keine Chance. Er gewinnt vor Josie ( im Hintergrund mit weißem Kostüm ), der auch gute Aussichten auf den Gewinn hatte. 

 


Helmut und Clubchef Birdy

11.11. KARNEVAL !!!! Nachdem tagsüber keine richtige Karnevalsstimmung aufkommen will, findet abends die Party am Pooldeck statt, zu der einige Gäste super verkleidet kommen. Kurz vor Beginn der Fete stehen einige Crew - Members bereit, um uns zu schminken. Eine in Toilettenpapier eingepackte ”Mumie” gewinnt dann den Kostümwettbewerb.


Animateurin Ilka schminkt einen Gast

 


Birgit von Chefanimateur Hussein geschminkt

 

13.11. Barbados 
Ich erkenne die Insel nicht mehr wieder. 1983 war ich das erste Mal hier. Auf der Rundfahrt, die ich gebucht habe, bekommt man die wichtigsten Punkte der Insel gezeigt. Irgendwie kann mich die Insel nicht mehr so begeistern wie damals. Abends ist schon wieder Action am Pooldeck angesagt. Zuerst tritt das Showensemble auf. Thema heute ” Night of the stars” ! Songs von Madonna, Frank Sinatra und
anderen in entsprechenden Kostümen werden aufgeführt. Natürlich darf auch ”MM” nicht fehlen. Sie wird von der Company - Managerin dargestellt. Während ihres Auftritts mit ” Diamonds are the girl´s best friend” kommt sie plötzlich auf mich zu, nimmt mich in den Arm und
drückt mir einen Kuss auf die Wange. In dem Moment muss natürlich gerade der Kameramann neben mir stehen und alles filmen. Na ja, was soll´s ! Später sehe ich mich dann mit der Szene auch im Video, das man am Ende der Tour kaufen kann. 

14.11. Dominica 
Ein ganzer Tag im Bus ist angesagt. Es geht rund um die ganze Insel. Als Sonneninsel kann man sie nicht gerade bezeichnen. Deshalb gedeiht hier auch der tropische Regenwald besonders üppig. Als wir einen 20 minütigen Spaziergang machen, bekommt man die sehr hohe Luftfeuchtigkeit zu spüren. Gegen Mittag erreichen wir dann ein kleines Indianerdorf, in dem wir einige Tänze vorgeführt bekommen. Zunächst witzele ich noch mit meinem Nachbarn, dass sie wie Regentänze aussehen. Kaum ausgesprochen, prasselt ein kräftiger Schauer über uns herab, der aber nach ein paar Minuten schon wieder aufhört. Am späten Nachmittag erreichen wir ziemlich müde die AIDAcara wieder. Jetzt heißt es nur nicht schlapp machen. Heute Abend ist ja wieder tanzen angesagt. 

15.11. St. Kitts 
Eigentlich die schönste Insel auf unserer Tour. Zwar auch die kleinste, aber wie sagt man so schön ? Klein aber oho !! Wir mieten uns zu mehreren ein Taxi und lassen uns zu einem schönen Strand bringen. Auf der Fahrt dorthin fällt uns sofort die bilderbuchmäßige Landschaft auf. Außerdem ist keine der bisher angefahrenen Inseln so sauber wie diese. Schade, dass wir nur ein paar Stunden Zeit hatten (haben) , bis die
AIDA schon wieder ablegt. Abends ist wieder Party an der AIDA – Bar angesagt. Was ich da mache , brauche ich ja wohl nicht noch mal erwähnen. Leider ist es das letzte Mal für dieses Reise. ( Übrigens, ich habe dadurch immerhin 1 ½ kg abgespeckt! :- ))) Nicht schlecht, hm ?!!! ) 


Annette, Egbert, Martin und Gabi am Turtle-Beach


Bettina, ganz vernarrt in ein kleines Mädchen


16.11. letzter Seetag 
Ich beginne so langsam mit dem Packen. Grrr ! Meine Lieblingsbeschäftigung ! ;- ))) Ansonsten ist noch mal sonnenbaden angesagt. Schließlich will man ja nicht ganz so blass wieder nach Hause kommen. Da ich mich so gerne mit Sonnencreme einschmiere ( igitt, igitt ) hole ich mir noch mal einen kräftigen Sonnenbrand. Noch ein letztes Mal ins Theater. Dieses Mal geht fast die ganze Clique mit auf die Bühne. Grund dafür sind die Siegerehrungen für die verschiedenen Aktivitäten an Bord. Sogar für die Teilnahme am Cocktail – Workshop bekommen wir eine Urkunde. 


Roger, Birgit, Annette, Martin u. Gabi am Pool


Chefanimateur Hussein u. meine Lieblings - Animateurin Ninette beim Clubtanz im Pool


17.11. Ausschiffung 
Nachdem wir die Koffer eingecheckt haben, bringt uns ein Bus zu einem Hotel, indem wir uns aufhalten, bis der Flieger uns abends wieder in die kalte Heimat bringt.
Tschüß
AIDAcara. Dieses Mal wird es länger dauern, bis wir uns wiedersehen. Wie sich schnell herausstellt, handelt es sich um das beste Hotel in Santo Domingo. Leider konnte (kann) man das auch an den Preisen feststellen. 4 US-Dollar für eine Dose Bier. Ganz schön happig. Na ja, was soll´s! So bringen wir halt auch noch die letzten Devisen unters Volk. Mit 15 minütiger Verspätung heben wir dann zu einem ziemlich holprigen Flug Richtung good old Germany bei 6 Grad ab. 36 Grad hatten wir noch beim Abflug. Also hole ich mir gleich am ersten Tag nach meiner Rückkehr eine kräftige Erkältung. 

Wie schnell doch die 2 Wochen wieder vergangen sind. Ein Zeichen dafür, dass wieder alles rundherum gestimmt hat. 

AIDA : Wir sehen uns wieder ! Keine Frage !!!!

 

zuletzt überarbeitet am :08 März 2001 23:05